Was unsere Patienten sagen
Kinderwunsch & erste Anzeichen einer Schwangerschaft
Vom Einfluss der Hormone wie HCG, Östrogen und Progesteron bis hin zu Müdigkeit, Übelkeit und Bauchschmerzen – erfahren Sie, welche Veränderungen im Körper passieren und warum sie auftreten. Besonders spannend für alle in der Kinderwunschphase oder nach einer IVF-Behandlung!Perfekt
Wir fühlen uns immer sehr gut betreut und sehr wohl im WIFSehr zufrieden
Wir waren sehr mit dem Wif Institut bzw. mit Herrn DDr. Feichtinger zufrieden. Mit Abstand einer der besten Ärzte in seinem jungen Alter!!!Unerfüllter Kinderwunsch - Größte Sorge bei vielen Paaren
Eine soeben erschienene Studie aus den USA bestätigt dies jedoch nicht. Im Rahmen der Studie wurden über 10.000 Fragebögen an Kinderwunschpaare geschickt. Die Studienautoren haben die drei Hauptbelastungen für die betroffenen Frauen in den Monaten Jänner (vor der COVID-19 Epidemie in den USA), März und Mai erfragt. Im Jänner 2020 gaben 80% der Frauen an, dass die Unfruchtbarkeit ihre Hauptbelastung darstellt gefolgt von Arbeit- und Geldsorgen. Im März haben knapp 70% die ungewollte Kinderlosigkeit als ihre Hauptbelastung angegeben, gefolgt von der Arbeitssorge. Zu diesem Zeitpunkt haben 54% den Coronavirus als drittstärkste Belastung empfunden. Zum Höhepunkt der Coronakrise im April/Mai, gaben 66% der Frauen den Kinderwunsch als ihre Hauptbelastung an, während der Coronavirus mit 63% knapp auf Platz zwei folgte. Über 90% der Befragten wünschten sich, dass eine Kinderwunschbehandlung während des Coronaausbruches - abhängig von den Umständen der Patientin - weiterhin gewährleistet wird.Wir konnten eine ungebrochene Nachfrage an Kinderwunschbehandlungen auch während der Ausgangsbeschränkung und trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten feststellen. Die Kurzarbeit wurde von einigen Paaren aufgrund der größeren zeitlichen Flexibilität als Vorteil für die Erfüllung des Kinderwunsches empfunden. Die Studie bestätigt auch unser Beobachtungen, dass der unerfüllte Kinderwunsch eine höhere psychische Belastung darstellt als der Coronavirus. Eine lückenlose Betreuung dieser Paare muss daher gewährleistet werden, denn nur so können wir noch stärkere seelische Folgen verhindern.Link zur Studie:https://doi.org/10.1016/j.rbmo.2020.05.015
Kann ich mit nur mehr einem Eierstock noch schwanger werden?
Voraussetzung für eine natürliche Empfängnis ist allerdings, dass Sie auch noch mindestens einen funktionierenden Eileiter haben, am besten auf der Seite, wo sich auch der Eierstock befindet (es kommt aber schon vor, dass ein gegenüberliegender Eileiter, den Eisprung von der anderen Seite auffangen kann). Fehlen beide Eileiter oder sind in ihrer Funktion irgendwie beeinträchtigt, dann geht es nur mit IVF. Allerdings gibt es keine „Kompensation“ für den fehlenden Eierstock, das heißt die Zahl der für den Eisprung vorgesehen Eibläschen wird um die Hälfte weniger, wächst keinesfalls nach, die fruchtbare Lebensphase wird in der Regel kürzer. Bei Frauen mit bereits verminderter ovarieller Reserve, das sind zum Beispiel Frauen ab Ende 30 oder mit schon erhöhten FSH Werten) wird also eine Entfernung eines der beiden Eierstöcke kritisch für die Fertilität. Ganz abgesehen davon, kann es bei Operationen an Eierstöcken und Eileitern auch immer zu einer gestörten Durchblutung durch chirurgisch notwendige Gefäß-Unterbindungen kommen. Alleine dadurch kann die Fruchtbarkeit an einem (oder auch beiden Eierstöcken) behindert werden. So eine Situation kann zum Beispiel auch häufig nach der Entfernung einer Eileiterschwangerschaft entstehen.Überraschenderweise gibt es keine genauen Studien über Frauen mit nur einem Eierstock, was den Rückgang der Fruchtbarkeit betrifft. Ich meine dabei zum Beispiel Prozentzahlen je nach Lebensalter. Genaueres weiß man über die Ursachen:Zunächst gibt es ein angeborenes Fehlen eines der beiden Eierstöcke. Dieses kommt sehr selten vor, erhobene Zahlen berichten über eine auf zwölftausend Geburten. Die Ursachen können Fehlbildungen der so genannten Müller´schen Gänge sein, ein System aus dem sich beim Embryo das gesamte weibliche Genital entwickelt; aber auch andere Ursachen, zum Beispiel die zufällige Verdrehung (Torsion) von Eierstock und Eileiter schon im Mutterleib.Viel größer ist die Zahl der Frauen, welche einen Eierstock durch Operationen verlieren. Die häufigsten Ursachen dafür sind Zysten oder Tumore eines Eierstocks (sowohl gut- als auch bösartig), Abszesse an Eileiter und Ovar, Torsionen eines Eierstocks, Endometriose-Herde oder Zysten, oder eine geplatzte (rupturierte) Eileiterschwangerschaft. In der größten wissenschaftlichen Untersuchung zu diesem Thema (Gründe für frühere, einseitige Entfernung bei IVF-Patientinnen) waren die Ursachen wie folgt verteilt: Endometriose: 47%, Entzündungen: 22%, gutartige Zysten: 16%, und Eileiterschwangerschaft in 15%. Doch abschließend und zum Trost für die Betroffenen zeigen neueste Untersuchungen, dass durch die einseitige Eierstock-Entfernung zwar die ovarielle Reserve leidet, einschließlich der Quantität, aber es leidet nicht die Qualität der noch vorhandenen Eizellen. Patientinnen mit nur einem Eierstock haben im Prinzip die gleiche IVF-Schwangerschafts-Rate wie Frauen mit noch vorhandenen beiden Eierstöcken.Lesen Sie mehr

IVF - In Vitro Fertilisation (Künstliche Befruchtung)
Was ist eine IVF und wie ist der Ablauf einer IVF?
Bei der IVF-Methode werden einige 100.000 Spermien jeweils zu einer Eizelle dazugegeben. Das beste Spermium sucht sich dabei den Weg in die Eizelle selbst.
Indikation
Bei einem Verschluss der Eileiter, bei Endometriose oder beim PCO-Syndrom und unter der Voraussetzung eines normalen Samenbefundes beim Mann ist in der künstlichen Befruchtung die konventionelle IVF Methode der Wahl.
Erfolgschancen
Die Chance mit Hilfe einer IVF-Behandlung schwanger zu werden liegt bei 30–40 Prozent pro Zyklus, abhängig von Alter des Patientenpaares, hormoneller Ausgangssituation, Grunderkrankungen (Diabetes mellitus, Bluthochdruck, ...) und Lifestylefaktoren (Übergewicht, Stress, Nikotinabusus, übermäßiger Alkoholkonsum, ...).
Wie IVF funktioniert
Eine IVF Behandlung erfolgt in der Regel in folgenden sieben Schritten:
- Hormonelle Stimulation der Eierstöcke
- Eizellentnahme
- Samengewinnung
- Die Befruchtung mittels IVF
- Der Embryotransfer
- Assisted Laser Hatching
- Einnistungsphase
1. Hormonelle Stimulation der Eierstöcke
Eine IVF- (In-Vitro-Fertilisation) oder ICSI-Behandlung (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) wird, bis auf wenige Ausnahmen, nach hormoneller Stimulation der Eierstöcke durchgeführt.
Ziel einer Hormontherapie ist es, mehrere Follikel (Eibläschen) auf beiden Eierstöcken zeitgleich heranwachsen zu lassen, um mehrere befruchtungsfähige Eizellen zu gewinnen.
Eine Vorbereitungsphase ("Down Regulation") soll den Körper auf die eigentliche Stimulation einstimmen, in dem die körpereigene Hormonproduktion bzw. -ausschüttung unterdrückt wird. Diese sogenannte "Down Regulation" kann entweder durch tägliche Injektionen unter die Haut (subcutan) oder orale Einnahme bestimmter Medikamente erfolgen. Dies hat den Vorteil, dass die Stimulationsphase von außen besser steuerbar wird.
Zur anschließenden Stimulation der Eierstöcke (Ovarien) werden FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) in ihrer Reinform oder als Kombinationspräparat verwendet. Während der Hormonbehandlung wird täglich, immer zur selben Tageszeit, eine bestimmte Menge dieser Hormone (abhängig von Alter, Gewicht etc.) in Form von subcutanen Injektionen verabreicht.
Die Anwendung dieser Medikamente wird zu Beginn der Behandlung genau erklärt und demonstriert und kann von der Patientin selbst oder vom Partner durchgeführt werden, wodurch keine täglichen Arztbesuche notwendig sind.
Durch engmaschige Ultraschalluntersuchungen wird nun die Anzahl der Eibläschen, deren Wachstumsverlauf und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut genau beobachtet. Haben die Eibläschen eine bestimmte Größe erreicht, wird der Eisprung durch die Verabreichung des Hormones hCG (humanes Choriongonadotropin) medikamentös ausgelöst. Damit kann der optimale Zeitpunkt, kurz vor dem Eisprung, für die Eizellentnahme festgelegt werden.
2. Die Eizellentnahme
36 Stunden nach der "eisprungauslösenden Spritze" werden die Eizellen transvaginal (durch die Scheide) ultraschallgezielt entnommen. Mit einer Nadel werden die Eibläschen unter Ultraschallsicht fokussiert, punktiert und die Follikelflüssigkeit samt der darin enthaltenen Eizelle abgesaugt.
Anschließend werden die Eizellen unter mikroskopischer Sicht aus dieser Flüssigkeit isoliert, in ein spezielles Nährmedium überführt und in einem Brutschrank bei 37°C inkubiert.
Die Follikelpunktion dauert durchschnittlich 5–15 Minuten, abhängig von der Anzahl der Eibläschen. Um den Eingriff zu erleichtern, erhalten unsere Patientinnen eine Kombination aus Schlaf- und Schmerzmittel. Die Follikelpunktion erfolgt ambulant und es ist lediglich eine Beobachtungszeit von 1 bis 2 Stunden in unseren Ruheräumen notwendig.
3. Die Samengewinnung
Die Samengewinnung erfolgt durch Masturbation nach 2–3-tägiger Karenz (kein Samenerguss) am Tag der Eizellentnahme. Dies ist "auf Befehl" oder unter Zeitdruck und Stress nicht immer leicht, daher besteht in Ausnahmefällen auch die Möglichkeit, die Samenprobe von zuhause mitzubringen, wobei zu beachten ist, dass der Zeitraum zwischen Samengewinnung und Abgabe der Samenprobe im Institut zwei Stunden nicht überschreiten darf.
4. Die Befruchtung - Methode Konventionelle IVF
Die Befruchtung der entnommenen Eizellen erfolgt noch am selben Tag.
Dazu werden die Spermien, nach einer speziellen Aufbereitungstechnik, mit den Eizellen in einem Schälchen zusammengebracht. Der Befruchtungsvorgang erfolgt auf "natürliche" Art und Weise.
Am nächsten Tag wird unter mikroskopischer Sicht kontrolliert, wie viele der Eizellen tatsächlich Zeichen einer stattgefundenen Fertilisierung (zwei Vorkerne = Pronuclei und zwei Polkörper) aufweisen.

5. Der Embryotransfer
2–5 Tage nach der Befruchtung werden 2–3 Embryonen mit Hilfe eines dünnen flexiblen Kunststoffschlauches (Katheter) unter Ultraschallsicht in die Gebärmutter eingebracht.
An welchem Tag nun der Embryotransfer stattfindet, ist abhängig von der Anzahl der befruchteten Eizellen. Sind 1–4 Eizellen befruchtet, werden diese meist 2–3 Tage nach der Punktion wieder in die Gebärmutter eingesetzt. Während dieser Zeit werden die Embryonen täglich in ihrer Entwicklung (Zellteilung) beobachtet und nach bestimmten Kriterien wie Zellteilungsrate und Regelmäßigkeit der Zellteilung beurteilt. Für den Transfer werden die qualitativ besten Embryonen ausgewählt.
Bei fünf oder mehr Embryonen wird ein Transfer am 5. Tag nach Befruchtung, ein sogenannter Blastozystentransfer, angestrebt. Ein Blastozyst ist das am weitesten entwickelte Embryonalstadium, das außerhalb des Körpers erzielt werden kann. Sind mehr als für den Embryotransfer vorgesehene qualitativ gute Embryonen vorhanden, können diese kyrokonserviert (in flüssigem Stickstoff eingefroren) werden.
Das Einbringen der Embryonen dauert nur wenige Minuten und verläuft im allgemeinen schmerzlos.
Anschließend empfehlen wir unseren Patientinnen, sich 20–30 Minuten in unseren Ruheräumen zu entspannen.
6. Assisted Laser Hatching (ALH), "Schlüpfhilfe"
Die Eizelle bzw. der Embryo ist von einer festen Hülle umgeben, der sogenannten Zona pellucida. Wenn der Embryo im Laufe seiner Entwicklung das Blastozystenstadium erreicht, muss er aus dieser Hülle schlüpfen, um sich in der Gebärmutter einnisten zu können. Manchmal ist diese Hülle jedoch "verhärtet" oder überdurchschnittlich dick, was eine Einnistung erschwert oder sogar unmöglich macht. In diesen Fällen wird mittels Laser die Zona pellucida eingeritzt bzw. ausgedünnt, um dem heranwachsenden Embryo das "Schlüpfen" und somit auch die Einnistung zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.
7. Einnistungsphase (Lutealphase)
Mit der Eizellentnahme beginnt die 2. Zyklushälfte, die sogenannte Gelkörperphase.
In dieser Phase wird die körpereigen Gelbkörperhormonproduktion medikamentös unterstützt, wodurch die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auf die Einnistung des Embryos optimal vorbereitet wird. Die in der Lutealphase verwendeten Medikamente können in Form von intramusculären Depotspritzen, subcutanen Injektionen, Tablettenform oder als Vaginalzäpfchen verabreicht werden.
Zwei Wochen nach Befruchtung der Eizellen kann frühestmöglich eine Schwangerschaft durch Nachweis des Schwangerschaftshormons hCG im Blut oder im Harn erwiesen werden.
Bei nachgewiesener Schwangerschaft wird die Unterstützung der Lutealphase bis zur 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt.


































