Was unsere Patienten sagen
40 Jahre Wunschbaby Institut Feichtinger
Unser Wunschbaby Institut Feichtinger (WIF) wurde als weltweit erstes privates Kinderwunsch-Institut 1983 von Professor Wilfried Feichtinger gegründet. Nur ein Jahr zuvor verhalf Prof. Feichtinger mit seiner Behandlung dem ersten österreichischen IVF-Baby dazu, das Licht der zu Welt zu erblicken. Vom ersten IVF-Baby, der Präimplantationsdiagnostik, bis hin zu den Tiefen des menschlichen Mikrobioms hat mein Vater Wilfried Feichtinger die Meilensteine der Fortpflanzungsmedizin mitgesetzt. Darauf sind wir sehr stolz und sehen es als unsere Aufgabe auf diesem Gebiet führend zu bleiben.Das WIF hat international einen Trend für IVF-Behandlungen außerhalb von Spitälern gesetzt. Seither wurden weltweit über neun Millionen IVF-Babys gezeugt. Heute kommen ehemalige Wunschbabys zu uns die ihr eigenes Wunschbaby bekommen möchten, wir betreuen somit schon die zweite Generation.Pioniere der Kinderwunschbehandlung
Prof. Wilfried Feichtinger verdanken wir bahnbrechende Innovationen, wie etwa ultraschallgezielte transvaginale Eibläschenpunktion, ein für "Schlüpfhilfe" – assisted hatching“ geeignetes Lasergerätes, die Einfriertechnik von Eizellen und Embryos, die heute noch weltweit angewandt wird, die Einführung der intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) in Österreich bis hin zur ersten erfolgreichen Präimplantationsdiagnostik Österreichs. Mit diesen Entwicklungen hat das WIF Meilensteine bei der Kinderwunschbehandlung gesetzt.Die Arbeit an der Wurzel des Lebens motiviet uns nach wie vor und ich möchte immer weitere und bessere Möglichkeiten finden, um unseren Wunschbaby Paaren zu helfen. Daher setzten wir weiterhin auf innovative Zukunftsforschung in unserem Haus und bieten eine Vielzahl an personalisierten und individualisierten Therapien an. Das garantiert eine hohe Erfolgsquote für unsere Kinderwunsch Paare.Mehr als 20.000 Kinder sind seit der Gründung durch die Unterstützung des Wunschbaby Institut Feichtinger auf die Welt gekommen. Die Nachfrage steigt, da sich immer mehr Paare erst in einem späteren Lebensabschnitt ein Kind wünschen. Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und freuen uns, Sie auf dem Weg zu Ihrem Wunschbaby begleiten zu dürfen.Samenabgabe – was muss ich beachten?
Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung muss die Frau den Großteil der Medikamente und Untersuchungen auf sich nehmen. Für den Mann bleibt oft nur die Unterstützung seiner Partnerin und die Samenabgabe – eine vermeintlich einfache Aufgabe. Es gibt jedoch einige Punkte zu bedenken um eine möglichst optimale Samenqualität zu erhalten. So ist die empfohlene Zeit in der ein Mann keine Ejakulation haben sollte bei 2-5 Tagen vor der Samenabgabe. Kürzlich konnte eine Studie an Männern mit normalen Spermiogrammen jedoch bessere Resultate zeigen, wenn nur 1 Tag pausiert wurde im Vergleich zu längeren Intervallen. Während bei Männern mit normalen Samenparametern eine längere Abstinenzphase keinen Sinn macht, empfehlen wir Männern mit einer reduzierten Samenqualität 3-5 Tage zu pausieren – eine längere Pause macht jedoch keinen Sinn.Prinzipiell besteht die Möglichkeit, dass Männer die Samenprobe vor Ort in der Klinik abgeben oder von zu Hause mitnehmen. Das häusliche Umfeld kann natürlich den Stress reduzieren und ein Mann so leichter Samen abgeben, an welchem Ort ist jedoch die Samenqualität besser? Eine kürzlich erschienene Studie konnte zeigen, dass die Schwangerschaftsraten der Frau nach Abgabe in der Klinik oder zu Hause völlig gleich waren. Männer welche jedoch zu Hause abgeben hatten eine deutlich bessere Samenqualität mit einer höheren Konzentration und einer besseren Beweglichkeit. Bei uns im Institut haben die männlichen Partner die Möglichkeit eine Samenprobe von zu Hause mitzubringen, die Zeit zwischen der Abgabe und Ankunft im Institut sollte jedoch nicht länger als eine Stunde sein damit die Samen noch aktiv und lebendig sind. Wenn dies gewährleistet wird und wenn der Mann keinen stark eingeschränkten Samenbefund hat, dann spricht nichts gegen eine Samenabgabe im gewohnten Umfeld zu Hause.Die Zuhilfenahme von anregenden Filmen erleichtert vielen Männern die Samenabgabe. Tatsächlich scheinen erotische Filme jedoch die Samenqualität prinzipiell nicht zu verbessern im Vergleich zu Männern welche keine Filme bei der Samenabgabe konsumierten.Andere Studien konnten jedoch zeigen, dass die Art der Filme jedoch durchaus die Samenqualität beeinflussen kann und anregendere erotische Filme im Vergleich zu weniger anregenden erotischen Filmen zu einer besseren Samenqualität führen.„Je nach Vorlieben können Filme bei der Samenabgabe helfen, sind allerdings nicht unbedingt notwendig, wenn ein Mann es lieber „ohne“ macht“ so Feichtinger abschließend.
Quellen:
1. Borges E, Jr., Braga D, Zanetti BF, Iaconelli A, Jr., Setti AS. Revisiting the impact of ejaculatory abstinence on semen quality and intracytoplasmic sperm injection outcomes. Andrology 2019; 7(2): 213-9.
2. Keihani S, Craig JR, Zhang C, et al. Impacts of Abstinence Time on Semen Parameters in a Large Population-based Cohort of Subfertile Men. Urology 2017; 108: 90-5.
3. Stimpfel M, Jancar N, Vrtacnik-Bokal E. Collecting semen samples at home for IVF/ICSI does not negatively affect the outcome of the fresh cycle. Reprod Biomed Online 2020.
4. van Roijen JH, Slob AK, Gianotten WL, et al. Sexual arousal and the quality of semen produced by masturbation. Hum Reprod 1996; 11(1): 147-51.
5. Kilgallon SJ, Simmons LW. Image content influences men's semen quality. Biol Lett 2005; 1(3): 253-5.
Gütesiegel des Theodor-Billroth-Preis 2019 für neue Studie aus Wien
Am 9. Dezember 2019 erhielt ich das Gütesiegel des Theodor-Billroth-Preis 2019 der Wiener Ärztekammer für die Studie „Intrauterine Wachstumsverzögerung in der Spätschwangerschaft nach maternalem Magenbypass“, die ich federführend gemeinsam mit der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der Medizinischen Universität Wien heuer herausgegeben habe. Die Studie belegt, dass schwangere Magenbypass-Patientinnen ihren ungeborenen Kindern nicht ausreichend Nahrung zuführen können. Durch die Umleitung der Nahrung, bzw. die Aufspaltung der einzelnen Nahrungsbestandteile, kommt es zu einem chronischen Nährstoffmangel sowie wiederholt erniedrigten Blutzuckerwerten, welche sich direkt auf das kindliche Wachstum auswirken.Es ist eine große Ehre für mich und ich bedanke mich bei den Co-Autoren für die produktive Zusammenarbeit. Der Preis bestätigt mich darin, intensiv die wissenschaftliche Forschung unter anderem an unserem Wunschbaby Institut voranzutreiben, damit wir immer bessere Resultate für unsere PatientInnen erreichen können.Neue Studie bestätigt: Mondphasen und Wochenrhythmen beeinflussen den weiblichen Zyklus
Einige Studien haben bereits einen möglichen Einfluss des Mondzyklus auf den weiblichen Zyklus angedeutet. Allerdings wurden diese Studien an relativ kleinen Studiengruppen durchgeführt und ihre Ergebnisse sind umstritten. Ähnlich dem Monatszyklus einer Frau dauert eine Mondphase etwa 29 Tage. Auch der siebentägige Wochenrhythmus kann sich auf verschiedene körperliche Funktionen auswirken und zahlreiche biologische Prozesse im menschlichen Körper folgen einem siebentägigen Circadianrhythmus. Wie beim Mondzyklus lässt sich auch der 28-tägige Menstruationszyklus einer Frau genau in vier Wochen aufteilen.In einer kürzlich erschienenen Studie mit Daten von mehr als 300.000 Frauen in Europa und Nordamerika im wissenschaftlichen Top-Journal "Fertility and Sterility", die ihren Menstruationszyklus mithilfe einer App verfolgten, konnten die Autoren ein deutlich häufigeres Einsetzen der Periode an Donnerstagen und Freitagen im Vergleich zu anderen Wochentagen feststellen. Die Mondphase spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die beobachtete Häufung des Einsetzens der Menstruation an Donnerstagen und Freitagen trat vorwiegend bei Frauen mit einem regelmäßigen 27 bis 29-tägigen Zyklus auf. Sie könnte einerseits biologische Ursachen haben.Zahlreiche zelluläre Prozesse im menschlichen Körper laufen nach einer strengen inneren Uhr ab. So könnte auch der Menstruationszyklus einem biologischen Rhythmus folgen, der sich dem siebentägigen Wochenrhythmus angleicht. Andererseits könnte sich der wöchentliche Schlaf-Wach-Rhythmus auf den Zyklus einer Frau auswirken. Unsere Schlafgewohnheiten beeinflussen zahlreiche Körperfunktionen und folglich unsere Gesundheit. Kürzere Schlafzeiten unter der Woche im Vergleich zu längeren Schlafzeiten am Wochenende könnten zu einer Verschiebung der Menstruation gegen Ende der Woche führen.Auch wenn die Mondphase im Vergleich zum Wochenrhythmus eine deutlich untergeordnete Rolle in Bezug auf ihren Einfluss auf den weiblichen Zyklus spielt, konnten die Autoren den alten Mythos, wonach Menstruationen vorwiegend bei Vollmond auftreten, teilweise bestätigen. Die Daten dieser Studie sind wichtig, da wir durch den Einfluss von Wochen- und Mondphasen sowie Schlaf-Wach-Rhythmen auf den weiblichen Zyklus besonders Frauen mit unregelmäßigen Zyklen und dadurch verbundenen Gesundheitsproblemen wie z.B. Unfruchtbarkeit möglicherweise durch geregelte Schlafenszeiten, reduzierten Stress sowie Lichttherapie die Gesundheit und Fruchtbarkeit dieser Frauen positiv beeinflussen könnten.Originalstudie:Ecochard, R., Leiva, R., Bouchard, T. P., Van Lamsweerde, A., Pearson, J. T., Stanford, J. B., & Gronfier, C. (2024). The menstrual cycle is influenced by weekly and lunar rhythms. Fertil Steril. https://doi.org/10.1016/j.fertnstert.2023.12.009
Neuer Wunschbaby Hub in St. Pölten
Regionale Betreuung auf höchstem Niveau
Die medizinische Leitung des neuen Hubs übernimmt Dr. Lucia Will, erfahrene und engagierte Kinderwunschexpertin, die unseren PatientInnen in St. Pölten mit ihrer Expertise zur Seite steht. Ziel des Hubs ist es, zentrale Leistungen der Kinderwunschdiagnostik wohnortnah anzubieten – für kürzere Wege, schnellere Abklärungen und eine individuelle Betreuung. Die aufwändigeren, invasiven Behandlungsabschnitte erfolgen weiterhin ausschließlich in unseren spezialisierten Instituten, doch viele wichtige Schritte der Vorbereitung und Diagnostik können direkt in St. Pölten durchgeführt werden.Leistungen im Überblick
Im Wunschbaby Hub St. Pölten stehen folgende medizinische Leistungen zur Verfügung:- Gynäkologische und andrologische Untersuchungen
- Hormonanalysen
- Spermiogramm und ggf. Durchführung von Inseminationen (IUI)
- Ultraschalluntersuchungen
- Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit
- Genetische Diagnostik bei entsprechender Indikation
Für PatientInnen und ZuweiserInnen
Der neue Standort ermöglicht nicht nur eine komfortablere Betreuung für unsere PatientInnen, sondern schafft auch eine transparente und verlässliche Zusammenarbeit mit zuweisenden Ärztinnen und Ärzten. Unser Ziel ist eine effiziente, zeitsparende und individuell abgestimmte Behandlung, die medizinisch wie menschlich überzeugt.Website: www.wunschbaby-hub.atLesen Sie mehr

Hodenpunktion
Wann und wie wird eine Hodenpunktion durchgeführt?
Indikation
Sind im Ejakulat keine Samenzellen nachweisbar (Azoospermie), kann versucht werden, mittels PESA (percutane Samenaspiration) oder offener Hodenbiopsie befruchtungsfähige Spermien zu gewinnen.
Mit den - oft nur wenigen - erhaltenen Samenzellen oder deren Vorläuferzellen kann die Befruchtung der Eizellen ausschließlich mit der ICSI-Methode durchgeführt werden.


































