

Kinderwunsch & Transgender:
Ihr Weg zur eigenen Familie
Das Wunschbaby Institut Feichtinger ist ein sicherer Ort für trans* und nicht-binäre Menschen mit Kinderwunsch.
Der Wunsch nach einem eigenen Kind ist zutiefst menschlich – und er hört nicht an der Geschlechtsidentität auf. Immer mehr trans* und nicht-binäre Menschen möchten sich ihren Kinderwunsch erfüllen: vor, während oder nach ihrer Transition. Im Wunschbaby Institut Feichtinger begleiten wir Sie dabei einfühlsam, medizinisch auf höchstem Niveau und mit dem Respekt, den Sie verdienen. Bei uns hängt die Regenbogenfahne nicht als Dekoration – sie steht für eine Haltung: Kinderwunsch ist für alle da.
Trans* Kinderwunsch:
Sie sind bei uns willkommen
Als eines der traditionsreichsten Kinderwunschzentren Österreichs – 1982 kam hier eines der ersten österreichischen IVF-Babys zur Welt – haben wir tausende Menschen auf dem Weg zu ihrem Wunschkind begleitet. Dazu gehören seit vielen Jahren auch gleichgeschlechtliche Paare und trans* Personen. Wir wissen, dass der Gang in eine Kinderwunschklinik für trans* Menschen oft mit der Sorge verbunden ist, sich erklären oder rechtfertigen zu müssen. Bei uns ist das nicht nötig. Sie werden mit Ihrem gewählten Namen und Ihrem Pronomen angesprochen, in einer offenen und diskriminierungsfreien Atmosphäre.
„Ein Thema, das uns besonders am Herzen liegt, ist es, trans* Personen den Erhalt ihrer Fruchtbarkeit zu ermöglichen – und ihnen später den Weg zum eigenen Wunschkind zu eröffnen.“
Fertilitätserhalt vor der Transition – die wichtigste Weichenstellung
Eine geschlechtsangleichende Hormontherapie und operative Eingriffe können die Fruchtbarkeit dauerhaft einschränken oder unumkehrbar beenden. Deshalb ist der Fertilitätserhalt (Kryokonservierung) der entscheidende Schritt, wenn ein späterer genetisch eigener Kinderwunsch möglich bleiben soll. Der beste Zeitpunkt dafür ist immer, bevor mit Hormonen begonnen wird – idealerweise also so früh wie möglich. Aber auch wenn Sie bereits Hormone nehmen, lohnt sich ein Beratungsgespräch: Oft lässt sich noch mehr erreichen, als viele denken.
Für trans Frauen (AMAB): Spermien einfrieren
Vor Beginn einer feminisierenden Hormontherapie oder vor einer Operation können Spermien eingefroren und über viele Jahre sicher gelagert werden. Die Abgabe einer Samenprobe ist ein einfacher, nicht-invasiver Schritt. Die konservierten Spermien stehen später für eine Insemination oder eine künstliche Befruchtung (IVF/ICSI) zur Verfügung – etwa, um gemeinsam mit einer Partnerin ein Kind zu bekommen.
Für trans Männer (AFAB): Eizellen einfrieren
Vor Beginn einer maskulinisierenden Hormontherapie (Testosteron) können Eizellen entnommen und eingefroren werden (Eizell-Vitrifikation). Dazu ist – wie bei einer klassischen IVF – eine kurze hormonelle Stimulation und eine schonende Eizellentnahme nötig. Wir wissen, dass dieser Prozess für trans Männer emotional belastend sein kann, und gestalten ihn so kurz, transparent und würdevoll wie möglich. Die eingefrorenen Eizellen können später befruchtet werden – ausgetragen von einer Partnerin oder, wenn gewünscht und medizinisch möglich, nach Hormonpause vom trans Mann selbst.
Für nicht-binäre und junge Menschen
Auch nicht-binäre Personen holen wir dort ab, wo sie stehen. Und gerade bei jungen Menschen, die eine Transition planen, ist die frühzeitige Aufklärung über den Fertilitätserhalt besonders wichtig, damit die Option auf ein späteres eigenes Kind bewusst offengehalten oder losgelassen werden kann – immer als selbstbestimmte Entscheidung.
Kinderwunsch nach der Transition – welche Wege gibt es?
Ob mit eingefrorenen eigenen Keimzellen oder mit Hilfe einer Samen- bzw. Eizellspende – nach der Transition führen mehrere Wege zum Wunschkind. Welcher zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrer Beziehungskonstellation und den rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich ab. Genau das klären wir gemeinsam in einem ausführlichen Erstgespräch.
Alle Konstellationen im Überblick
Familien sind vielfältig. Damit Sie sich orientieren können, finden Sie hier die häufigsten Ausgangssituationen. Bitte verstehen Sie diese Übersicht als ersten Anhaltspunkt – Ihre individuelle Beratung ersetzt sie nicht.
- Trans Frau & cis Frau: Kann eine der Partnerinnen ein Kind austragen. Sind eigene, vor der Transition eingefrorene Spermien der trans Frau vorhanden, können diese verwendet werden. Andernfalls kommt eine Samenspende in Frage.
- Trans Frau & cis Mann: Können konservierte Spermien der trans Frau gemeinsam mit gespendeten Eizellen oder – je nach Situation – anderen Wegen der Familienbildung genutzt werden. Da eine Schwangerschaft ausgetragen werden muss und die Leihmutterschaft in Österreich nicht erlaubt ist, besprechen wir hier die realistischen Optionen offen und ehrlich.
- Trans Mann & cis Frau: Können vor der Transition eingefrorene Eizellen des trans Mannes zum Einsatz kommen. Trägt der trans Mann selbst eine Schwangerschaft aus, ist dafür in der Regel eine Testosteronpause nötig. Ist das nicht gewünscht, sind weitere Wege zu prüfen.
- Trans Mann & cis Mann: Hier stehen Eizellen des trans Mannes bzw. eine Eizellspende sowie die Frage des Austragens im Mittelpunkt. Wir zeigen transparent auf, was innerhalb des österreichischen Rechts möglich ist und wo Grenzen liegen.
- Zwei trans Partner:innen: Wenn beide Partner:innen trans sind, kombinieren wir die vorhandenen Möglichkeiten (eingefrorene Eizellen, eingefrorene Spermien, Spende) individuell. Auch hier gilt: Wir planen gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Weg.
- Alleinstehende trans* Personen: Der Fertilitätserhalt steht allen offen. Für eine Behandlung mit dem Ziel einer Schwangerschaft setzt das österreichische Recht allerdings eine Ehe oder eheähnliche Lebensgemeinschaft voraus – dazu beraten wir Sie gerne persönlich.
Was ist in Österreich rechtlich möglich? (Fortpflanzungsmedizingesetz)
Die medizinisch unterstützte Fortpflanzung ist in Österreich im Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) geregelt, das seit 1992 in Kraft ist und 2015 grundlegend modernisiert wurde. Für trans* Menschen mit Kinderwunsch sind vor allem folgende Punkte wichtig:
- Partnerschaft als Voraussetzung: Eine Behandlung ist nur innerhalb einer Ehe oder einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft und mit schriftlicher Zustimmung zulässig. Bei nicht verheirateten Paaren ist zusätzlich ein Notariatsakt (oder gerichtliches Protokoll) erforderlich.
- Samen- und Eizellspende: Seit der Novelle 2015 können auch gleichgeschlechtliche Frauenpaare eine IVF mit Samenspende in Anspruch nehmen. Ebenso ist seither die Eizellspende erlaubt. Das eröffnet vielen queeren Familien – auch mit trans* Elternteil – neue Wege.
- Rechtliche Anerkennung: Der Personenstand (Geschlechtseintrag) und der Vorname können in Österreich seit 2018 ohne Operation oder Sterilisation geändert werden; seit 2019/2020 sind neben „weiblich“ und „männlich“ auch Einträge wie „divers“, „inter“ oder „offen“ möglich. Ihre rechtliche Geschlechtsidentität ist damit unabhängig von Ihrer Fruchtbarkeit.
- Grenzen des Gesetzes: Die Leihmutterschaft ist in Österreich verboten. Für Konstellationen, in denen keine der beteiligten Personen eine Schwangerschaft austragen kann, besprechen wir offen, welche legalen Möglichkeiten – gegebenenfalls auch in Kooperation mit Partnerinstituten im Ausland – bestehen.
Weil rechtliche Fragen zur Elternschaft nach einer Personenstandsänderung komplex sein können, klären wir Ihre individuelle Situation sorgfältig und verweisen bei Bedarf an spezialisierte Beratungsstellen. So haben Sie von Anfang an Klarheit und Sicherheit.
Warum das Wunschbaby Institut Feichtinger?
- Erfahrung, die zählt: Über 40 Jahre Erfahrung in der Reproduktionsmedizin und ein Pionierstatus in Österreich.
- Alles aus einer Hand: Eigene interne Samen- und Eizellbank sowie Kooperationen mit den namhaftesten europäischen Banken.
- Umfassendes Angebot: Fertilitätserhalt, Beratung und Behandlung für trans* und nicht-binäre Menschen in jeder Konstellation – im gesetzlichen Rahmen und individuell geplant.
- Ein sicherer Raum: Diskriminierungsfreie Betreuung, respektvolle Ansprache, sichtbar gelebte Vielfalt. Bei uns hängt die LGBTQ-Fahne.
Ihr nächster Schritt: Lernen Sie uns kennen
Der schönste Weg beginnt mit einem ersten Gespräch. Wir laden Sie herzlich ein, uns unverbindlich kennenzulernen – bei unserem kostenlosen Infoabend oder in einem persönlichen Erstgespräch. Dort beantworten wir Ihre Fragen, hören zu und finden gemeinsam heraus, welcher Weg zu Ihnen passt. Ganz gleich, wo Sie auf Ihrer Reise gerade stehen: Wir freuen uns darauf, Sie zu begleiten.




























