Was unsere Patienten sagen
Neuer Behandlungsansatz bei wiederholtem IVF-Implantationsversagen und dünner Gebärmutterschleimhaut
Etwa eine von zehn Frauen ist von wiederholtem Implantationsversagen betroffen. Ein solches liegt vor, wenn nach mindestens drei Transfers von guten Embryos keine Schwangerschaft zustande gekommen ist. Auch ein mangelnder Schleimhautaufbau kann zu Problemen bei der Einnistung eines Embryos führen. Ein zu geringer Aufbau der Gebärmutterschleimhaut kann aufgrund von Infektionen oder wiederholten Eingriffen an der Gebärmutter auftreten, oft findet sich jedoch keine genaue Ursache. Die Behandlung, sowohl des wiederholten Implantationsversagens als auch eines mangelnden Schleimhautaufbaus gestaltet sich so schwierig, sodass oft Paaren sogar zur Leihmutterschaft oder Aufgabe des Kinderwunsches geraten wird.Bei der aktuell abgehaltenen ESHRE (European Society of Human Reproduction and Embryology) Tagung, der größten Fachtagung im Bereich der Reproduktionsmedizin, wurden insgesamt fünf Studien und zwei Metaanalysen vorgestellt welche den Einfluss von Thrombozytenplasma (Platelet Rich Plasma - PRP) auf wiederholtes Implantationsversagen und mangelnden Schleimhautaufbau untersuchten. Bei dieser Technik wird der Frau Blut abgenommen und so behandelt, dass die Blutplättchen konzentriert werden. Andere Zellen wie rote Blutkörperchen werden entfernt. Das so gewonnene körpereigene Thrombozytenplasma wird schmerzfrei, einige Tage vor dem geplanten Embryotransfer in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Alle fünf Studien die bei der ESHRE vorgestellt wurden, konnten einen deutlich positiven Effekt des PRPs zeigen. So konnte bei Frauen mit schlechtem Schleimhautaufbau eine deutliche Steigerung der Schleimhautdicke beobachtet werden und auch bei Frauen die bereits mehr als drei erfolglose Embryotransfers hinter sich hatten wurden signifikant häufiger schwanger nach der PRP Therapie. Besonders spannend sind die Ergebnisse von zwei präsentierten Meta-Analysen, das sind Studien die alle bisher publizierten Daten zu einem Thema zusammenfassen. Diese Meta-Analysen zur PRP Anwendung in der Gebärmutter konnte eine 5-fach erhöhte Rate an Embryo-Einnistungen bei Frauen mit einer dünnen Schleimhaut und eine Verdoppelung der Schwangerschaften bei Frauen mit wiederholtem Implantationsversagen Feststellen. Wir im Wunschbaby Institut Feichtinger wenden als Vorreiter auf diesem Gebiet die PRP Methode seit über zwei Jahren an. Seither haben sich Kinderwunschpaare aus ganz Europa an uns gewandt. Bei diesen oft sehr verzweifelten Paaren konnten wir teilweise sehr beeindruckende Erfolge mit PRP erzielen.Mehr zu diesem Thema: https://www.eshre.eu/2020Kann man nach einer Abtreibung in der Vergangenheit genauso schwanger werden wie davor?
Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass eine sichere, medizinische Abtreibung unter professioneller ärztlicher Betreuung in der Regel keine langfristigen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat. In den meisten Fällen bleibt die Fähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen, vollständig erhalten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Frauen, die eine Abtreibung hatten, später größere Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, als vor dem Eingriff.Es gibt zwei gängige Methoden der Abtreibung
1. Medikamentöse Abtreibung: Diese Methode erfolgt durch die Einnahme von Medikamenten und wird häufig im ersten Trimester angewendet. Sie gilt als sehr sicher und hat in der Regel keine langfristigen Folgen für die Fruchtbarkeit. 2. Chirurgische Abtreibung: Dabei handelt es sich um einen Eingriff, bei dem der Inhalt der Gebärmutter durch eine Ausschabung (Kürettage) oder Absaugung entfernt wird. Auch diese Methode ist bei korrekter Durchführung sehr sicher und beeinträchtigt die Fruchtbarkeit in der Regel nicht. Bei beiden Methoden kehrt der Menstruationszyklus nach einigen Wochen zurück, und die meisten Frauen können nach einer gewissen Erholungsphase wieder schwanger werden, wenn sie dies möchten.In seltenen Fällen können nach einer Abtreibung Komplikationen auftreten, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten. Diese treten jedoch nur bei einem sehr kleinen Prozentsatz der Frauen auf und sind meist mit spezifischen Faktoren verbunden, wie:- Infektionen: Wenn eine Abtreibung nicht unter hygienischen Bedingungen durchgeführt wird oder eine Infektion auftritt, kann dies die Gebärmutter oder Eileiter betreffen. Unbehandelte Infektionen können zu Verwachsungen führen, was die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Solche Infektionen sind jedoch selten, insbesondere bei Abtreibungen, die in einer kontrollierten, professionellen Umgebung durchgeführt werden.- Gebärmutterverletzungen: In sehr seltenen Fällen kann bei einer chirurgischen Abtreibung die Gebärmutter beschädigt werden, was zu Narbenbildung und späteren Fruchtbarkeitsproblemen führen könnte. Auch hier gilt: Bei einem erfahrenen medizinischen Team ist das Risiko extrem gering. Die überwiegende Mehrheit der wissenschaftlichen Studien zeigt, dass eine sichere, korrekt durchgeführte Abtreibung keinen langfristigen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat Frauen, die eine Abtreibung hatten, können danach genauso leicht oder schwer schwanger werden wie vor dem Eingriff. Die meisten Frauen erlangen ihre volle Fruchtbarkeit zurück, sobald sich ihr Zyklus normalisiert hat. Es ist wichtig zu betonen, dass die Schwierigkeiten, die einige Frauen nach einer Abtreibung erleben, oft nichts mit dem Eingriff selbst zu tun haben. Viele Frauen, die vor der Abtreibung Schwierigkeiten hatten, schwanger zu werden, könnten diese Herausforderungen weiterhin haben, aber sie sind nicht durch die Abtreibung verursacht.Neben den körperlichen Aspekten einer Abtreibung ist es auch wichtig, die emotionalen Auswirkungen zu berücksichtigen. Eine Abtreibung kann psychisch belastend sein, und Stress ist bekanntlich ein Faktor, der die Fruchtbarkeit beeinflussen kann. Es ist daher wichtig, sich Zeit zu nehmen, um sich emotional zu erholen und Unterstützung zu suchen, wenn nötig. Ein gesunder mentaler Zustand ist genauso wichtig wie die körperliche Gesundheit, wenn es um die Planung einer Schwangerschaft geht.Wenn Sie nach einer Abtreibung schwanger werden möchten, ist es ratsam, Ihrem Körper Zeit zur Erholung zu geben und sicherzustellen, dass Sie körperlich und emotional bereit sind. Bei Unsicherheiten oder wenn Sie Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, sollten Sie immer mit einem Arzt sprechen, der Sie individuell beraten kann.Kinderwunsch & Covid-Impfung
Dr. Nazira Pitsinis, Frauenärztin und Leiterin im Wunschbaby Institut Feichtinger in Baden, erzählt in dieser Podcast-Episode zusammen mit Christian Wallner über eigene Erfahrungen aus der Ordination sowie internationale Studien.Mikroplastik in der Kindheit beeinträchtigt Gesundheit und Fruchtbarkeit
Gerade in der Kindheit kann dies das Risiko für Erkrankungen in zahlreichen Organsystemen im Laufe des Lebens erhöhen.Bisphenole, Phthalate, Mikroplastik und Nanoplastik können hormonelle Wirkungen entfalten und als sogenannte ‚endokrine Disruptoren‘ unsere Fruchtbarkeit wesentlich beeinflussen. Viele dieser in Kunststoffen enthaltenen Substanzen können bereits die Sexualentwicklung ungeborener Kinder durch eine Übertragung über die Plazenta beeinträchtigen. Es konnte gezeigt werden, dass diese endokrinen Disruptoren sowohl die Samenqualität beeinträchtigen, den Zeitpunkt des Einsetzens der Pubertät verschieben als auch zum PCO-Syndrom führen können.Aber auch abseits der Fruchtbarkeit konnten die Autoren der soeben in Lancet Child and Adolescent Health publizierten Übersichtsarbeit. Einflüsse von Kunststoffen auf die Entwicklung von Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer reduzierten Intelligenz feststellen.Die Autoren fordern deshalb ein internationales Plastikabkommen, um die Kunststoffbelastung von Kindern und deren gesundheitliche Auswirkungen rasch zu reduzieren. Die Gesundheit unserer Kinder sollte unser höchstes Anliegen sein! Eine Reduktion von Plastik kann einerseits durch Informationskampagnen für Eltern und Kinder, andererseits durch strengere Regulierungen erfolgen – und sollte rasch umgesetzt werden.Quelle:Trasande, L., Đorđević, A. B., & Fernandez, M. O. (2025). The effects of plastic exposures on children's health and urgent opportunities for prevention. The Lancet Child & Adolescent Health. https://doi.org/10.1016/S2352-4642(25)00212-3
Bedarfsgerechte und individualisierte Preisgestaltung einer IVF Behandlung
So gibt es nun am Wunschbaby Institut Feichtinger die Möglichkeit zwischen vorher definierten Behandlungspauschalen (Paketen) oder individueller Abrechnung auszuwählen. Die Pauschalen haben den Vorteil, dass unterschiedlich notwendige Behandlungen zusammengefasst und dadurch in Summe billiger werden. Es heißt jedoch nicht, dass alle Methoden in den Paketen zwingend Anwendung finden müssen.Je nach Entscheidung der personalisierten Behandlung durch den betreuenden Arzt kann auch eine individuelle Abrechnung erfolgen. Alle Preise sind so gestaltet, dass eine klare Transparenz über die erfolgte Leistung abgebildet wird.Der österreichische IVF Fonds unterstützt bis zu 70% der Behandlungskosten unter Bedacht diverser Indikationen und Altersgrenzen.Weitere Details finden Sie hier.Gerne stehe ich Ihnen auch persönlich für Ihre Fragen und Anliegen rund um das Thema Kosten einer Kinderwunschbehandlung und IVF Fonds zur Verfügung.Lesen Sie mehr

Heterologe Intrauterine Insemination
Darunter versteht man die künstliche Einbringung des Samens eines Donors (Samenspender) in die Gebärmutter.
Durch leichte hormonelle Stimulation versucht man, das Heranwachsen von 1–2 Eibläschen (Follikel) zu erzielen. Follikelwachstum und Aufbau der Gebärmutterschleimhaut werden mittels Ultraschalluntersuchungen beobachtet. Anhand der Größe der Follikel, Dicke der Schleimhaut und durch Ovulationstests kann der Eisprung in diesem Zyklus vorhergesagt werden. Meist wird dieser ab einer bestimmten Follikelgröße medikamentös induziert und somit ist der optimale Zeitpunkt für die Fremdsameninsemination festgelegt.
Der für die heterologe Insemination ausgewählte Spendersamen wird im Labor aufbereitet und anschliessend mit einem dünnen, flexiblen Kunststoffschlauch (Katheter) durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter der Frau eingebracht. Dieser Vorgang verläuft in der Regel schmerzlos.
Im Falle einer heterologen Insemination müssen beide Partner damit einverstanden sein und dieser Methode zustimmen. Dies muss schriftlich in Form eines Notariatsaktes oder eines gerichtlichen Protokolls erfolgen.
Die Erfolgschancen, mit dieser Methode schwanger zu werden, liegen bei 15–20 Prozent pro Zyklus.


































