DuoStim – doppelte Chance im selben Zyklus
In der modernen Kinderwunschmedizin gibt es immer mehr Möglichkeiten, Behandlungen individuell anzupassen und die Erfolgschancen zu verbessern. Eine dieser innovativen Methoden ist die sogenannte DuoStim. Doch was steckt eigentlich dahinter und für wen ist sie sinnvoll?

Unter einer DuoStim versteht man eine zweifache hormonelle Stimulation innerhalb eines Zyklus. Dabei erfolgt nach einer ersten Stimulation und Eizellentnahme in der ersten Zyklushälfte direkt eine zweite Stimulation in der zweiten Zyklushälfte.
Im Unterschied zur klassischen IVF, bei der pro Monat nur eine Eizellentnahme stattfindet, ermöglicht die DuoStim, innerhalb kurzer Zeit deutlich mehr Eizellen zu gewinnen.
Diese Methode ist besonders interessant für Frauen und Paare, bei denen im Rahmen einer herkömmlichen Stimulation nur wenige Eizellen gewonnen werden. Auch wenn sich nach der Befruchtung nur wenige Embryonen bis zum Blastozystenstadium entwickeln, kann eine DuoStim eine wertvolle Option sein.
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich ist die Präimplantationsdiagnostik (PID). Durch die erhöhte Anzahl an Embryonen steigt die Chance, geeignete und genetisch unauffällige Embryonen zu identifizieren.
Auch bei Patientinnen mit einer bevorstehenden onkologischen Therapie spielt die DuoStim eine große Rolle. Da hier oft nur wenig Zeit zur Verfügung steht, kann durch die doppelte Stimulation in kurzer Zeit eine möglichst hohe Anzahl an Eizellen gesichert werden.
Der Ablauf beginnt klassisch mit einer hormonellen Stimulation ab etwa dem dritten Zyklustag. Nach rund zwei Wochen erfolgt die erste Eizellentnahme. Die gewonnenen Eizellen werden befruchtet und die daraus entstehenden Embryonen im Blastozystenstadium eingefroren.
Bereits wenige Tage nach dieser ersten Eizellentnahme beginnt die zweite Stimulation im selben Zyklus. Diese dauert erneut ungefähr zwei Wochen und führt in vielen Fällen zu einer vergleichbaren Anzahl an Eizellen.
Auf diese Weise können innerhalb von etwa vier bis fünf Wochen deutlich mehr Eizellen gewonnen werden als mit einer einzelnen Stimulation.
Ein entscheidender Punkt bei der DuoStim ist, dass kein sofortiger Embryotransfer möglich ist. Alle Embryonen werden zunächst eingefroren und in einem späteren Zyklus transferiert.
Die DuoStim ist also eine innovative Methode, um in kurzer Zeit mehr Eizellen zu gewinnen. Besonders bei eingeschränkter Eizellreserve oder zeitkritischen Situationen kann sie einen entscheidenden Vorteil bieten. Die Entscheidung sollte immer individuell gemeinsam mit einem Kinderwunschzentrum getroffen werden.
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