Was unsere Patienten sagen
Zulassung von Social Freezing in Österreich
Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat entschieden: Das bisherige Verbot des Einfrierens von Eizellen ohne medizinischen Grund (Social Egg Freezing) ist verfassungswidrig. Damit wird anerkannt, dass Frauen selbst bestimmen dürfen, wann der richtige Zeitpunkt für ein Kind ist. Das Verbot wird mit 1. April 2027 aufgehoben – ein historischer Schritt für mehr Freiheit und Chancengleichheit in der Familienplanung. Aus klinischer Erfahrung wissen wir, dass viele Frauen das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen in Anspruch nehmen möchten, um ihre Familienplanung flexibler gestalten zu können.Durch die Entnahme von Eizellen in einem frühen Lebensalter, die schockgefrostet (vitrifiziert) und für eine spätere Verwendung aufbewahrt werden, lassen sich biologische und berufliche Zeitpläne besser miteinander vereinbaren. International wird dieses Verfahren seit Jahren erfolgreich angewandt, in Österreich war es bislang stark eingeschränkt. Die Öffnung verschafft Patientinnen mehr Wahlfreiheit und macht medizinisch bewährte Standards verfügbar.Die Möglichkeit, Eizellen aus nicht-medizinischen Gründen einfrieren zu lassen, ist für viele Frauen ein wichtiger Baustein selbstbestimmter Lebensplanung. Wir sehen seit Jahren ein großes Interesse.Die Zulassung von Social Freezing ist damit nicht nur ein medizinischer Fortschritt, sondern auch ein Signal für gesellschaftliche Offenheit und Selbstbestimmung. Die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Reproduktionsmedizin in Österreich.Kann ich schwanger werden auch wenn ich keine Periode bekomme?
Zunächst muss man in diesem Fall unbedingt an eine spontan eingetretene Schwangerschaft denken, denn diese ist einer der häufigsten Gründe für ein Ausbleiben der Regel. Wurde eine Schwangerschaft klar ausgeschlossen (durch zumindest einen Harn- oder besser noch Bluttest), können andere, vorwiegend hormonelle Ursachen abgeklärt werden:1.) Es gibt die so genannte hypo-gonadotrope Amenorrhoe, das heißt, dass jene Hormone der Gehirnanhangsdrüse, welche die Eierstöcke stimulieren sollen zu wenig ausgeschüttet werden. Es handelt sich sowohl um das luteinisierende Hormon (LH), als auch um das follikelstimulierende Hormon FSH. 2.) Die oben genannten Hormone können auch durchaus im Normalbereich sein, es fehlt dann aber ein gewisses Muster der Ausschüttung in Form von bestimmten Pulsen.Diese beiden Formen des Ausbleibens der Regel können relativ leicht durch Hormongaben in Form von Injektionen (Präparate mit FSH oder FSH und LH) oder Tabletten behandelt werden. Diese führen zur Eireifung und zum Eisprung und 14 Tage später, im Fall dass nicht sogleich eine Schwangerschaft eintritt, zur Regelblutung.3.) Auch ein erhöhter Prolaktin-Wert kann zum Regelausfall führen: das Prolaktin ist ja das milchbildende Hormon ab der Geburt; es ist auch ein Stresshormon, denn: Kind schreit, Stress, Milch kommt. Nun gibt es aber auch Frauen, welche eben nicht gerade ein Kind geboren haben und trotzdem - nämlich stressbedingt-einen erhöhten Prolaktin-Spiegel haben. Hier kann mit so genannten Prolaktinsenkern geholfen werden (das sind Präparate in Tablettenform). Bei dieser stressbedingten Amenorrhoe kann aber auch die Schilddrüse ursächlich sein, daher empfiehlt es sich auf jeden Fall auch die Schilddrüse untersuchen zu lassen, am besten beim Schilddrüsen-Spezialisten. Eine Unterfunktion oder schwankende Werte der Schilddrüse können dann gegebenenfalls mit Gaben von Schilddrüsenhormonen in Tablettenform behandelt werden, meist bessert sich dann auch der Prolaktinwert und der Zyklus stabilisiert sich.Es ist wohl wichtig noch zu sagen, dass bei allen diesen stressbedingten Regelstörungen natürlich die Verminderung der Ursachen, also Stressvermeidung, aber dazu auch eine Psychotherapie, vor allem die Entspannungstherapie sehr gute Dienste leisten.4.) Schlechter sind die Aussichten bei der so genannten hyper-gonadotropen Amenorrhoe. Dies bedeutet, dass die Hormone FSH und LH über die Norm erhöht sind, was auf den Eintritt der Wechseljahre hindeutet, bei jüngeren Frauen auch vorzeitiger Wechsel genannt. Die Behandlungsmöglichkeiten sind hier - je nach Alter - sehr limitiert. Die Frage, was man noch tun kann, wurde hier schon oft gestellt und ausführlich beantwortet, darum soll hier nicht weiter darauf eingegangen werden.5.) Eine Sonderform stellt das Ausbleiben der Regel beim so genannten polizystischen Ovarsyndrom dar. Hier sind die anatomischen und funktionellen Gegebenheiten ursächlich für das Ausbleiben der Regel. Die Eierstöcke verursachen einen erhöhten Wert des Hormons LH, dieses übersteigt das follikelstimulierende Hormon FSH und keines der vielen vorhandenen Eibläschen kann zum Eisprung kommen. Auch hier muss man den Eierstöcken Hormone zuführen, aber Achtung: nur mit Präparaten, welche das FSH erhöhen, also reine FSH Injektionen. Zusätzlich kann das LH mit so genannten Antagonisten unterdrückt werden. Dabei sollte aber jeder Patientin klar sein, dass diese Stimulation bei den vielen vorhandenen Eibläschen oft zu Mehrfach-Ovulationen führt. In diesem Fall müssen Sie sehr damit rechnen, dass eine In vitro Fertilisation gemacht werden muss, wo alle Eizellen entnommen werden. Es wird dann nur eine (die beste) befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingesetzt, alle anderen werden für einen weiteren Versuch oder ein weiteres Kind eingefroren. Manchmal muss man auch alle entnommenen Eizellen einfrieren und für einen späteren „Kryo-Versuch“ aufheben, vor allem dann, wenn eine so genannte Überstimulation entstanden ist, welche vordringlich behandelt werden muss.
Studie bestätigt: Tiere haben positive Auswirkungen auf den Kinderwunsch
Viele Paare legen sich in der schwierigen Zeit der ungewollten Kinderlosigkeit ein Haustier zu. Ein Hund, eine Katze oder ein Wellensittich können hierbei auf keinen Fall ein eigenes Kind ersetzen, der neue Mitbewohner kann jedoch einige positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Partnerschaft haben und helfen, besser mit der oft schwierigen Situation bis zur Erfüllung des Wunschkindes zurecht zu kommen.So kann einerseits der tierische Mitbewohner willkommene Ablenkung vom alles bestimmenden Thema Kinderwunsch geben, andererseits hat die Interaktion mit dem Haustier zahlreiche positive psychologische Auswirkungen.In Studien gezeigt werden, dass ein Haustier das psychische Wohlbefinden deutlich steigern kann und so auch in verschiedenen Stadien der ungewollten Kinderlosigkeit einen positiven Effekt auf seine Besitzer hat. Ein „Therapiehund“ oder eine „Therapiekatze“ erhöhen beispielsweise das Bindungshormon Oxytocin in ihren Haltern und reduzieren Stresshormone. Somit ist es nicht überraschend, dass mehrere Studien einen positiven Effekt von Haustieren auf Angstsituationen und Depressionen feststellen konnten.Bei manchen spezifischen Kinderwunschursachen können Haustiere besondere Unterstützung geben. Gerade bei Frauen mit Stoffwechselproblemen, Schilddrüsenstörungen und PCOS kann beispielsweise ein Hund zu mehr körperlicher Aktivität und einem gesünderen Lebensstil motivieren. Auch bei Endometriosepatientinnen können Haustiere den durch die regelmäßig auftretenden Schmerzattacken bestehenden psychischen Stress mildern und sich positiv auf das Schmerzempfinden auswirken. Sich ein Haustier zuzulegen ist letztlich für viele Kinderwunschpaare nicht das Ende, sondern der Anfang der Familienvergrößerung bis sich endlich das eigene Wunschbaby auf den Weg macht.Liebes Wunschbaby-Team!
Spät aber doch möchten wie berichten, dass unser Sohn P. gesund auf die Welt gekommen ist. Wir sind unendlich dankbar, dass Sie uns dieses Glück ermöglicht haben. Familie S.Alter der Väter – Was späte Vaterschaft für Fruchtbarkeit und Gesundheit bedeutet
Während das Alter der Frau in der Reproduktionsmedizin seit langem intensiv diskutiert wird, rückt das Alter des Mannes zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher Forschung. Auch für Paare mit Kinderwunsch im Wunschbaby-Institut ist das väterliche Alter ein wichtiger Faktor, der in der Beratung berücksichtigt werden sollte.Biologisch betrachtet bleiben Männer grundsätzlich bis ins hohe Alter zeugungsfähig. Im Gegensatz zur Frau gibt es keine Menopause, die die Fruchtbarkeit abrupt beendet. Dennoch unterliegt auch die männliche Fruchtbarkeit altersbedingten Veränderungen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Spermienqualität häufig ab. Beweglichkeit, Konzentration und vor allem die genetische Stabilität der Spermien können beeinträchtigt sein. Diese Veränderungen können dazu führen, dass es länger dauert, bis eine Schwangerschaft eintritt, und dass die Wahrscheinlichkeit für Fehlgeburten leicht ansteigt.Wissenschaftliche Studien zeigen, dass mit steigendem Alter des Vaters auch das Risiko für bestimmte genetische Veränderungen im Erbgut zunimmt. Diese sogenannten Neumutationen entstehen bei jeder Zellteilung und häufen sich mit den Jahren. Sie können in seltenen Fällen mit Entwicklungsstörungen oder neurologischen Erkrankungen beim Kind in Verbindung stehen. Insgesamt bleibt das absolute Risiko jedoch gering, sollte aber in der individuellen Beratung offen angesprochen werden.
Auch für den Verlauf der Schwangerschaft kann das Alter des Mannes eine Rolle spielen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei sehr alten Vätern ein leicht erhöhtes Risiko für Frühgeburten oder Schwangerschaftskomplikationen bestehen kann. Die Ursachen dafür liegen vermutlich in der veränderten Spermienqualität und in epigenetischen Faktoren, die die frühe Embryonalentwicklung beeinflussen.
Neben den medizinischen Aspekten gibt es auch psychosoziale Faktoren, die bei später Vaterschaft berücksichtigt werden sollten. Viele Männer bringen in höherem Alter mehr Lebenserfahrung, Stabilität und emotionale Reife in die Elternrolle ein. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach langfristiger gesundheitlicher Belastbarkeit und nach der aktiven Begleitung des Kindes über viele Lebensjahre hinweg. Für Paare ist es daher wichtig, nicht nur biologische, sondern auch persönliche und familiäre Aspekte in ihre Entscheidung einzubeziehen.
Im Wunschbaby Institut wird bei der Kinderwunschberatung immer auch das Alter beider Partner berücksichtigt. Eine gezielte Abklärung der Spermienqualität, hormonelle Untersuchungen und eine umfassende Aufklärung über mögliche altersbedingte Veränderungen können helfen, realistische Erwartungen zu entwickeln und die individuell beste Behandlungsstrategie zu finden. In manchen Fällen kann auch das frühzeitige Einfrieren von Spermien eine Option sein, um die Fruchtbarkeit für einen späteren Zeitpunkt zu sichern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Alter des Vaters einen relevanten, wenn auch oft unterschätzten Einfluss auf Fruchtbarkeit, Schwangerschaftsverlauf und die Gesundheit des Kindes haben kann. Moderne Reproduktionsmedizin ermöglicht heute auch im höheren Lebensalter gute Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft. Eine frühzeitige, individuelle Beratung im Wunschbaby-Institut schafft die Grundlage für informierte Entscheidungen und eine bestmögliche Vorbereitung auf den Weg zum Wunschkind.
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Psychische Ursachen für Kinderlosigkeit
Unerfüllter Kinderwunsch stellt auch immer eine psychische Belastung für das Paar dar. Die Verunsicherung kann besonders dann sehr hoch sein, wenn es keine nachweisbaren organischen Gründe dafür gibt.
In den meisten Fällen hat Kinderlosigkeit organische Ursachen. Können keine körperlichen Gründe gefunden werden, vermutet man häufig eine seelische Belastung. Dies kann dazu führen, dass der Körper für eine Schwangerschaft nicht bereit ist. Das Gefühl, selbst für den unerfüllten Wunsch verantwortlich zu sein, stellt sich ein. Auch auf den Mann kann sich der unerfüllte Kinderwunsch belastend auswirken und zu Selbstzweifeln führen. Das Auftreten immer wiederkehrender Fragen und überlegungen ist eine normale Reaktion.
Um dieser Dynamik eine positive Wendung zu geben, sollten sich PartnerInnen darüber austauschen und Hilfe bei ihrer Ärztin/ihrem Arzt oder PsychotherapeutInnen suchen.
Gespräche mit ExpertInnen werden Sie darin bestärken, positiv zu denken und den Fokus auf die Zukunft zu richten. Ist die Bereitschaft für eine respektvolle Offenheit mit der Thematik gegeben, treten Ängste, negative Empfindungen und mögliche gegenseitige Vorwürfe in den Hintergrund.
Paare, die zuversichtlich an der Umsetzung des gemeinsamen Ziels arbeiten, können darüber hinaus eine zusätzliche Qualität in ihrer Partnerschaft erfahren: Wie sich gezeigt hat, ermöglicht das gemeinsame Respektieren meist eine Entwicklung und Intensivierung der Beziehung. Sprechen Sie als Paar auf sachlicher Ebene über Ihre gemeinsame und persönliche Einstellung zu Ihrer Kinderlosigkeit:
Warum wünschen wir uns eigentlich ein Kind?
Was bedeutet ein Kind für unsere Partnerschaft?
Was hat sich in unserer Beziehung geändert, seitdem wir auf ein Kind warten?
Wie erleben wir unsere Sexualität?
Wie könnte ein Leben ohne Kind für uns aussehen?
Wie stehen wir zu einer Samenspende oder Eizellenspende?
Wie stehen wir zu einer Adoption?
Diese und ähnliche Fragen sind ein normaler Teil des ärztlichen Gesprächs. Zusätzlich stehen gerne zwei PsychotherapeutInnen in Kooperation mit unserer Klinik bereit, um Sie bei der Klärung dieser Fragen zu begleiten.


































