
DuoStim – doppelte Chance im selben Zyklus
Was ist eigentlich eine DuoStim und wann macht sie Sinn?
Unter einer DuoStim verstehen wir eine Stimulation in der zweiten Zyklushälfte, direkt im Anschluss nach einer Stimulation und Eizellentnahme in der ersten Zyklushälfte wie wir es üblicherweise machen.
Die DuoStim erlaubt uns, innerhalb eines Monats deutlich mehr Eizellen zu gewinnen. Besonders interessant ist diese deshalb für Frauen bzw. Paare welche im Rahmen der konventionellen Stimulation nur wenige Eizellen entwickeln, oder wenn sich nur wenige Blastozysten nach der Eizellbefruchtung bilden. Ebenso kann mithilfe einer DuoStim im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik die Anzahl der testbaren Embryos gesteigert und somit die Chance auf gesunde Embryonen erhöht werden.
Auch bei Krebspatientinnen wo eine onkologische Therapie notwendig ist, können wir die beschränkte Zeit durch eine DuoStim optimal ausnutzen um möglichst viele Eizellen zu gewinnen. Konkret läuft eine DuoStim so ab, dass eine Frau am 3. Zyklustag mit ihrer ersten Stimulation beginnt. Nach etwas weniger als zwei Wochen, wenn ausreichend Eibläschen vorhanden sind wird die erste Eizellentnahme durchgeführt, die Eizellen befruchtet und als Blastozysten eingefroren. In etwa 4-5 Tage nach der ersten Eizellentnahme beginnt die zweite Stimulation welche wieder ca. 2 Wochen dauert und typischerweise in einer ähnlichen Anzahl an Eizellen resultiert wie die erste Stimulation. Innerhalb von 4-5 Wochen können wir somit deutlich mehr Eizellen gewinnen wie in einem Monat mit einer konventionellen Stimulation.
Wichtig anzumerken ist, dass wir im Rahmen einer DuoStim jedoch keinen Embryotransfer nach der ersten Stimulation durchführen können da ja im Anschluss die zweite Stimulation weitergeht. Die gewonnenen Blastozysten aus beiden Stimulationen müssen also eingefroren werden und können in einem Folgezyklus in die Gebärmutter zurückgesetzt werden.





























