Was unsere Patienten sagen
Kinderwunsch und Umwelt: Wie beeinflussen Schadstoffe unsere Fruchtbarkeit?
Im dieser Wunschbaby Podcast Episode beleuchtet Priv. Doz. DDr. Michael Feichtinger, wie sich diese Faktoren auf die Samenqualität und die Eierstockreserve auswirken – und was wir als Gesellschaft tun können, um die Belastung zu verringern. Jetzt anhören!Geschlechtskrankheiten haben Auswirkung auf die Fruchtbarkeit
Innerhalb der letzten 10 Jahre kam es in Europa zu einem starken Anstieg von Geschlechtskrankheiten wie die ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) berichtete. Expert*innen vermuten die Ursache in einem geringeren Bewusstsein der jungen Generation ob der Risiken, die mit Geschlechtskrankheiten einhergehen und einem damit verbundenen Risikoverhalten. „Safer sex“ wird immer seltener praktiziert, da selbst Erkrankungen wie HIV durch die Fortschritte der modernen Medizin für viele den Schrecken verloren haben. Dieser Trend wird vielerorts mit großer Sorge beobachtet, denn eine Vielzahl von sexuell übertragbaren Krankheiten kann sich auch langfristig auf die Gesundheit junger Menschen auswirken. Etliche sexuell übertragbare Erkrankungen können sich vor allem auf die langfristige Fruchtbarkeit von jungen Männern und Frauen auswirken und im schlimmsten Falle zu einer bleibenden Unfruchtbarkeit führen. Die am häufigsten diagnostizierte sexuell übertragbare Infektionen können mit Chlamydien bei Frauen zu einem irreversiblen Verschluss der Eileiter und bei Männern zu einem Verschluss der Samenleiter führen. Somit können bei diesen Männern keine Samenzellen im Ejakulat gefunden werden und sie sind dauerhaft unfruchtbar. Auch die Gonorrhoe (Tripper) kann einen ähnlichen Effekt haben.Die akuten Beschwerden dieser Erkrankungen können zwar mit einem Antibiotikum behoben werden, es bleiben jedoch langfristige Schäden, denen sich Betroffene oftmals nicht bewusst sind. Auch vermeintlich harmlose Bakterien wie Mykoplasmen, Ureaplasmen und Trichomonaden welche wir regelmäßig in Abstrichen aus der Scheiden oder Samenflüssigkeit diagnostizieren können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.Gegen die meisten sexuell übertragbaren Erreger hilft nur das Abschirmen mittels Kondom. Lediglich gegen die HPV-Viren, welche sich sowohl bei der Frau als auch beim Mann auch auf die Fruchtbarkeit auswirken können gibt es eine Impfung. Da diese Impfung nicht nur gegen eine mögliche Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, sondern auch vor allem gegen Krebs und Feigwarzen schützt würde ich diese jeder jungen Frau und jedem jungen Mann empfehlen. Der Experte appelliert diesbezüglich zu einer verstärkten Bewusstseinsbildung vor allem auch an den Schulen. Mir ist es ein besonderes Anliegen hierbei Aufklärungsarbeit zu leisten, da sich eine einmalige Unvorsichtigkeit langfristig zu einem Albtraum entwickeln kann und für die Betroffenen oftmals zahlreiche medizinische Behandlungen und künstlichen Befruchtungen zur Folge hat.Kinderwunsch & Samenspende
Vor jeder Samenspende wird eine ausführliche Anamnese durchgeführt, darauf folgen Tests auf genetische Probleme sowie Geschlechtskrankheiten und ein Spermiogramm, um die Qualität der gespendeten Samen sicherzustellen. Wie es danach weiter geht, was alles zu beachten ist, wie oft gespendet werden darf und was mit der Samenspende passiert, erfahren Sie in dieser Podcast Episode mit mit Priv. Doz. DDr. Michael Feichtinger und Mag. Julia Ecker.Nur 1 befruchtetes Ei beim 1. Versuch ...
... und schon ein Volltreffer! Danke an das hervorragende Team für die einfühlsame Behandlung.
Kinderwunsch & Unfruchtbarkeit
Zusammen mit Mag. Julia Ecker werden die häufigsten Zeichen für Unfruchtbarkeit bei Frau und Mann besprochen, in welchem Zeitraum Paare mit einer Schwangerschaft rechnen dürfen und welche Schritte zur Abklärung die ersten sind, wenn der Kinderwunsch über diesen Zeitraum hinaus unerfüllt bleibt.Lesen Sie mehr

Psychotherapeutische Begleitung
Kinder sind für viele Paare ein lebender Ausdruck ihrer Beziehung und die Vervollständigung der Familie. Um so schmerzhafter und kränkender wird oft das Ausbleiben des ersehnten Nachwuchses erlebt. Es tauchen zum Bespiel Fragen auf wie: "Was machen wir falsch?", "Ist etwas mit uns nicht in Ordnung?", "Können wir überhaupt Kinder bekommen?"
Die Diagnose, auf spontane Art und Weise kein Kind empfangen zu können, löst meist tiefe Betroffenheit und ein Gefühl der Hilflosigkeit aus. Schamgefühle und Gefühle der Unzulänglichkeit stellen sich ein, weil man etwas so "Normales" wie Kinder kriegen nicht schafft. Dass der eigene Körper einen im Stich lässt, erzeugt Wut, Angst, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und auch oft das Gefühl, sich zurückziehen zu wollen. Diese wahrgenommenen Gefühle lassen sich oft nicht steuern und können negative Auswirkungen auf Körper und Hormonhaushalt haben.
Um optimale Voraussetzungen für eine Empfängnis zu schaffen, ist es daher wichtig, Körper, Geist und Seele wieder in gute Balance zu bringen.
Das psychotherapeutische Gespräch kann das Paar dabei begleiten, Lösungen zu finden, die es ihm ermöglicht, wieder vermehrt "positive" Gefühle wie Zuversicht und Gelassenheit sehen und spüren zu können.
Darüber hinaus kann eine therapeutische Begleitung das Paar darin unterstützen
- sich auf ihre inneren Stärken und auf die Stärken der Beziehung zu besinnen
- die Partnerschaft neu zu beleben
- anstelle der ausschließlichen Fokussierung auf das noch nicht angekommene Kind wieder vermehrt alternative Aktivitäten auszuüben (Kontakte zu Freunden und Familie, Sport, Reisen, Kultur, einfache Gemeinsamkeiten)
- wieder in eine gute körperliche und seelische Befindlichkeit zu kommen, was positive Auswirkungen auf den Selbstwert und die gewünschte Empfängnis haben kann
- bei anstehenden Entscheidungen im Rahmen der notwendigen medizinischen Behandlung gute Lösungen zu finden
- mögliche psychische Ursachen zu erkennen und zu verarbeiten, damit sich der Körper für eine gewünschte Schwangerschaft öffnen kann.


































