Was unsere Patienten sagen
Fördert regelmäßiger Sex die Fruchtbarkeit?
Überraschenderweise zeigen Studien, dass regelmäßiger Sex – unabhängig von den fruchtbaren Tagen – die Fruchtbarkeit fördern kann. In diesem Beitrag erklären wir, wie häufiger Geschlechtsverkehr die Fruchtbarkeit bei Frauen und Männern unterstützt, warum „Sex nach der Uhr“ oft kontraproduktiv ist und wie Paare ihr Liebesleben entspannt gestalten können. Erfahren Sie, wie Lust und Nähe Ihren Weg zum Wunschbaby ebnen können.Die Auswirkungen von regelmäßigem Sex auf die Fruchtbarkeit
Regelmäßiger Geschlechtsverkehr hat positive Effekte auf die Fruchtbarkeit – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Empfehlung, Sex ausschließlich auf die fruchtbaren Tage rund um den Eisprung zu konzentrieren, zeigt die Forschung, dass häufiger Sex langfristig bessere Ergebnisse bringt.Positive Effekte bei Frauen
· Stärkung des Immunsystems: Häufiger Kontakt mit den Spermien des Partners macht den weiblichen Körper „offener“ für diese Zellen. Dies ist besonders in der zweiten Zyklushälfte wichtig, wenn sich der Embryo in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Studien zeigen, dass regelmäßiger Sex das Immunsystem an die Spermien und den Embryo anpasst, was die Einnistung erleichtert.· Höhere Progesteronwerte: Progesteron ist das Hormon, das die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vorbereitet und die Schwangerschaft aufrechterhält. Bei sexuell aktiven Frauen wurden höhere Progesteronspiegel festgestellt, was die Fruchtbarkeit unterstützt.· Stressreduktion: Regelmäßiger, entspannter Sex senkt den Cortisolspiegel (Stresshormon), der den Menstruationszyklus und die Eierstockfunktion stören kann. Eine positive emotionale Verbindung stärkt das Wohlbefinden und damit indirekt die Fruchtbarkeit.Positive Effekte bei Männern
· Bessere Samenqualität: Zu lange Abstinenzphasen (länger als fünf Tage ohne Samenerguss) können die Samenqualität beeinträchtigen, da ältere Spermien an Beweglichkeit und Vitalität verlieren. Regelmäßiger Geschlechtsverkehr sorgt für eine „frischere“ Spermienproduktion.· Optimale Frequenz: Studien zeigen, dass Paare, die jeden oder jeden zweiten Tag Sex haben, die höchste Fruchtbarkeit aufweisen, verglichen mit Paaren, die nur einmal pro Woche Geschlechtsverkehr haben. Kurze Abstinenzphasen (1–2 Tage) fördern eine hohe Spermienkonzentration und -beweglichkeit.Warum „Sex nach der Uhr“ problematisch sein kann
Viele Ratgeber empfehlen gezielten Geschlechtsverkehr zum Zeitpunkt des Eisprungs, um die fruchtbaren Tage optimal zu nutzen. Während dies für Paare sinnvoll sein kann, die sich aufgrund beruflicher oder räumlicher Trennung seltener sehen, führt „Sex nach der Uhr“ bei vielen Paaren zu Stress und Spannungen:· Psychologischer Druck: Der Fokus auf den Eisprung verwandelt Intimität in eine Pflichtaufgabe, was die Lust und die Beziehung belasten kann.· Eingeschränkte Spontaneität: Sex wird zum Planungsobjekt, was die Freude und Nähe mindern kann.· Vernachlässigung anderer Zyklusphasen: Häufiger Sex über den gesamten Zyklus hinweg fördert die Fruchtbarkeit stärker als ein einseitiger Fokus auf den Eisprung.Anstatt sich ausschließlich auf die fruchtbaren Tage zu konzentrieren, empfehlen Kinderwunschspezialisten, die Lust und das natürliche Verlangen in den Vordergrund zu stellen. Dies schafft eine entspannte Atmosphäre, die sowohl die Partnerschaft als auch die Fruchtbarkeit fördert.Praktische Tipps für Paare mit Kinderwunsch
Um die Fruchtbarkeit zu steigern und gleichzeitig die Freude an der Partnerschaft zu bewahren, beachten Sie folgende Tipps:· Regelmäßiger Geschlechtsverkehr: Streben Sie Sex alle 1–2 Tage an, unabhängig vom Zyklus. Dies maximiert die Chancen, den Eisprung zu treffen, und fördert die Spermien- und Immunanpassung.· Fokus auf Lust statt Pflicht: Lassen Sie Intimität von Spontaneität und Nähe leiten, nicht von einem starren Zeitplan. Kuscheln, Zärtlichkeiten und gemeinsame Zeit stärken die emotionale Verbindung.· Stressmanagement: Chronischer Stress kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Spaziergänge helfen, den Cortisolspiegel zu senken.· Gesunder Lebensstil: Eine ausgewogene Ernährung, moderate Bewegung und der Verzicht auf Schadstoffe wie Nikotin oder Alkohol fördern die Fruchtbarkeit bei beiden Partnern.· Psychologische Unterstützung: Wenn der Kinderwunsch zu großem Druck führt, kann eine psychologische Beratung helfen, die emotionale Belastung zu reduzieren und die Partnerschaft zu stärken.Die Rolle der psychologischen Unterstützung
Ein unerfüllter Kinderwunsch kann die Partnerschaft und das Liebesleben stark belasten. Viele Paare berichten, dass „Sex nach der Uhr“ die Freude an der Intimität mindert und die Beziehung in eine Krise führen kann. Eine psychologische Begleitung kann helfen, den Druck zu lindern, die Kommunikation zu verbessern und Strategien zu entwickeln, um die Partnerschaft zu stärken. Im Wunschbaby Institut Feichtinger bieten wir einfühlsame Beratung an, um Paare ganzheitlich zu unterstützen.Regelmäßiger Sex als Schlüssel zur Fruchtbarkeit
Die Forschung zeigt klar: Häufiger, entspannter Geschlechtsverkehr fördert die Fruchtbarkeit, indem er das Immunsystem, die Hormonbalance und die Samenqualität optimiert. Statt sich auf den Eisprung zu fokussieren, sollten Paare die Freude an der Intimität in den Vordergrund stellen. Wenn eine Schwangerschaft dennoch ausbleibt, stehen moderne Kinderwunschbehandlungen wie IVF oder ICSI zur Verfügung, um gezielt zu unterstützen.Ihr Weg zum Wunschbaby
Regelmäßiger Sex ist ein natürlicher Booster für die Fruchtbarkeit, aber auch die moderne Reproduktionsmedizin bietet zahlreiche Möglichkeiten, Ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Im Wunschbaby Institut Feichtinger begleiten wir Sie mit Expertise und Einfühlungsvermögen, sei es durch präzise Diagnostik, maßgeschneiderte Behandlungen oder psychologische Unterstützung. Lassen Sie uns gemeinsam Ihren Weg zum Wunschbaby gestalten.Besuchen Sie unsere kostenlosen Infoabende
Erfahren Sie mehr über Ihre Möglichkeiten und lassen Sie sich individuell beraten! Besuchen Sie unsere kostenlosen Infoabende im Wunschbaby Institut Feichtinger in Baden, St. Pölten oder Wien. Unsere Kinderwunschspezialisten beantworten Ihre Fragen und erläutern Ihnen, wie wir Sie auf Ihrem Weg zum Wunschbaby unterstützen können.Jetzt unverbindlich anmelden
Kinderwunsch & Endometriose
Was Endometriose genau ist, welche Symptome dabei auftreten können und warum Endometriose beim Kinderwunsch eine Rolle spielt, erfahren Sie in dieser Podcast-Episode mit Priv. Doz. DDr. Michael Feichtinger und Mag. Julia Ecker.Kinderwunsch und die Zeichen für Unfruchtbarkeit
Dr. Alena Pichler, stellvertretende Leiterin vom Wunschbaby Institut Feichtinger in Baden, betont die Wichtigkeit, frühzeitig einen Experten zu konsultieren, um individuelle Lösungsansätze zu finden.Ungewollte Kinderlosigkeit ist kein seltenes Phänomen. Jede von uns hat möglicherweise eine Freundin, die von diesem Thema betroffen ist, denn die Zahlen der Betroffenen in Österreich sind besorgniserregend - mindestens jedes 8. Paar ist betroffen. Um die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu erhöhen, gibt es einige wichtige Indikatoren, auf die Paare achten sollten. Nach regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr werden 8 von 10 Paaren innerhalb eines halben Jahres schwanger, und nach einem Jahr sind es sogar 9 von 10. Sollte innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft eintreten, ist es ratsam, einen Experten bzw. eine Expertin aufzusuchen, insbesondere bei Frauen über 35 Jahren oder bei bekannten Problemen schon nach einem halben Jahr.Bei Frauen kann ein regelmäßiger Menstruationszyklus (alle 25-35 Tage, individuelle Abweichung max. 2-3 Tage) darauf hinweisen, dass der hormonelle Regelkreis funktioniert und ein regelmäßiger Eisprung stattfindet. Unregelmäßige Zyklen oder Veränderungen der Blutungsstärke könnten hingegen auf eine Ovulationsstörung hindeuten. Dies sollte ärztlich abgeklärt werden.Es gibt noch weitere Faktoren, die Unfruchtbarkeit begünstigen können. Entzündungen im Genitalbereich, beispielsweise durch Chlamydien, könnten zu Verklebungen der Eileiter führen und die Empfängnis erschweren. Eine spezielle Ultraschalluntersuchung (HyCoSy) kann dabei helfen, diese Möglichkeit auszuschließen.Zudem gibt es gynäkologische Krankheitsbilder wie das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) und die Endometriose, die oft mit ungewollter Kinderlosigkeit in Verbindung gebracht werden. Hier empfiehlt sich eine frühzeitige Beratung, um mögliche Maßnahmen für einen zukünftigen Kinderwunsch zu besprechen. Für Frauen mit Endometriose wird sogar eine Diskussion über das prophylaktische Einfrieren der Eizellen (Egg Freezing) geführt.Als Kinderwunsch-Expert*innen können wir durch einfühlsame Gespräche, eine gründliche Ultraschalluntersuchung und Hormonbestimmungen erste Erkenntnisse über die individuelle Situation gewinnen.Neue Studie bestätigt: Mondphasen und Wochenrhythmen beeinflussen den weiblichen Zyklus
Einige Studien haben bereits einen möglichen Einfluss des Mondzyklus auf den weiblichen Zyklus angedeutet. Allerdings wurden diese Studien an relativ kleinen Studiengruppen durchgeführt und ihre Ergebnisse sind umstritten. Ähnlich dem Monatszyklus einer Frau dauert eine Mondphase etwa 29 Tage. Auch der siebentägige Wochenrhythmus kann sich auf verschiedene körperliche Funktionen auswirken und zahlreiche biologische Prozesse im menschlichen Körper folgen einem siebentägigen Circadianrhythmus. Wie beim Mondzyklus lässt sich auch der 28-tägige Menstruationszyklus einer Frau genau in vier Wochen aufteilen.In einer kürzlich erschienenen Studie mit Daten von mehr als 300.000 Frauen in Europa und Nordamerika im wissenschaftlichen Top-Journal "Fertility and Sterility", die ihren Menstruationszyklus mithilfe einer App verfolgten, konnten die Autoren ein deutlich häufigeres Einsetzen der Periode an Donnerstagen und Freitagen im Vergleich zu anderen Wochentagen feststellen. Die Mondphase spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die beobachtete Häufung des Einsetzens der Menstruation an Donnerstagen und Freitagen trat vorwiegend bei Frauen mit einem regelmäßigen 27 bis 29-tägigen Zyklus auf. Sie könnte einerseits biologische Ursachen haben.Zahlreiche zelluläre Prozesse im menschlichen Körper laufen nach einer strengen inneren Uhr ab. So könnte auch der Menstruationszyklus einem biologischen Rhythmus folgen, der sich dem siebentägigen Wochenrhythmus angleicht. Andererseits könnte sich der wöchentliche Schlaf-Wach-Rhythmus auf den Zyklus einer Frau auswirken. Unsere Schlafgewohnheiten beeinflussen zahlreiche Körperfunktionen und folglich unsere Gesundheit. Kürzere Schlafzeiten unter der Woche im Vergleich zu längeren Schlafzeiten am Wochenende könnten zu einer Verschiebung der Menstruation gegen Ende der Woche führen.Auch wenn die Mondphase im Vergleich zum Wochenrhythmus eine deutlich untergeordnete Rolle in Bezug auf ihren Einfluss auf den weiblichen Zyklus spielt, konnten die Autoren den alten Mythos, wonach Menstruationen vorwiegend bei Vollmond auftreten, teilweise bestätigen. Die Daten dieser Studie sind wichtig, da wir durch den Einfluss von Wochen- und Mondphasen sowie Schlaf-Wach-Rhythmen auf den weiblichen Zyklus besonders Frauen mit unregelmäßigen Zyklen und dadurch verbundenen Gesundheitsproblemen wie z.B. Unfruchtbarkeit möglicherweise durch geregelte Schlafenszeiten, reduzierten Stress sowie Lichttherapie die Gesundheit und Fruchtbarkeit dieser Frauen positiv beeinflussen könnten.Originalstudie:Ecochard, R., Leiva, R., Bouchard, T. P., Van Lamsweerde, A., Pearson, J. T., Stanford, J. B., & Gronfier, C. (2024). The menstrual cycle is influenced by weekly and lunar rhythms. Fertil Steril. https://doi.org/10.1016/j.fertnstert.2023.12.009
Kann ich schwanger werden auch wenn ich keine Periode bekomme?
Zunächst muss man in diesem Fall unbedingt an eine spontan eingetretene Schwangerschaft denken, denn diese ist einer der häufigsten Gründe für ein Ausbleiben der Regel. Wurde eine Schwangerschaft klar ausgeschlossen (durch zumindest einen Harn- oder besser noch Bluttest), können andere, vorwiegend hormonelle Ursachen abgeklärt werden:1.) Es gibt die so genannte hypo-gonadotrope Amenorrhoe, das heißt, dass jene Hormone der Gehirnanhangsdrüse, welche die Eierstöcke stimulieren sollen zu wenig ausgeschüttet werden. Es handelt sich sowohl um das luteinisierende Hormon (LH), als auch um das follikelstimulierende Hormon FSH. 2.) Die oben genannten Hormone können auch durchaus im Normalbereich sein, es fehlt dann aber ein gewisses Muster der Ausschüttung in Form von bestimmten Pulsen.Diese beiden Formen des Ausbleibens der Regel können relativ leicht durch Hormongaben in Form von Injektionen (Präparate mit FSH oder FSH und LH) oder Tabletten behandelt werden. Diese führen zur Eireifung und zum Eisprung und 14 Tage später, im Fall dass nicht sogleich eine Schwangerschaft eintritt, zur Regelblutung.3.) Auch ein erhöhter Prolaktin-Wert kann zum Regelausfall führen: das Prolaktin ist ja das milchbildende Hormon ab der Geburt; es ist auch ein Stresshormon, denn: Kind schreit, Stress, Milch kommt. Nun gibt es aber auch Frauen, welche eben nicht gerade ein Kind geboren haben und trotzdem - nämlich stressbedingt-einen erhöhten Prolaktin-Spiegel haben. Hier kann mit so genannten Prolaktinsenkern geholfen werden (das sind Präparate in Tablettenform). Bei dieser stressbedingten Amenorrhoe kann aber auch die Schilddrüse ursächlich sein, daher empfiehlt es sich auf jeden Fall auch die Schilddrüse untersuchen zu lassen, am besten beim Schilddrüsen-Spezialisten. Eine Unterfunktion oder schwankende Werte der Schilddrüse können dann gegebenenfalls mit Gaben von Schilddrüsenhormonen in Tablettenform behandelt werden, meist bessert sich dann auch der Prolaktinwert und der Zyklus stabilisiert sich.Es ist wohl wichtig noch zu sagen, dass bei allen diesen stressbedingten Regelstörungen natürlich die Verminderung der Ursachen, also Stressvermeidung, aber dazu auch eine Psychotherapie, vor allem die Entspannungstherapie sehr gute Dienste leisten.4.) Schlechter sind die Aussichten bei der so genannten hyper-gonadotropen Amenorrhoe. Dies bedeutet, dass die Hormone FSH und LH über die Norm erhöht sind, was auf den Eintritt der Wechseljahre hindeutet, bei jüngeren Frauen auch vorzeitiger Wechsel genannt. Die Behandlungsmöglichkeiten sind hier - je nach Alter - sehr limitiert. Die Frage, was man noch tun kann, wurde hier schon oft gestellt und ausführlich beantwortet, darum soll hier nicht weiter darauf eingegangen werden.5.) Eine Sonderform stellt das Ausbleiben der Regel beim so genannten polizystischen Ovarsyndrom dar. Hier sind die anatomischen und funktionellen Gegebenheiten ursächlich für das Ausbleiben der Regel. Die Eierstöcke verursachen einen erhöhten Wert des Hormons LH, dieses übersteigt das follikelstimulierende Hormon FSH und keines der vielen vorhandenen Eibläschen kann zum Eisprung kommen. Auch hier muss man den Eierstöcken Hormone zuführen, aber Achtung: nur mit Präparaten, welche das FSH erhöhen, also reine FSH Injektionen. Zusätzlich kann das LH mit so genannten Antagonisten unterdrückt werden. Dabei sollte aber jeder Patientin klar sein, dass diese Stimulation bei den vielen vorhandenen Eibläschen oft zu Mehrfach-Ovulationen führt. In diesem Fall müssen Sie sehr damit rechnen, dass eine In vitro Fertilisation gemacht werden muss, wo alle Eizellen entnommen werden. Es wird dann nur eine (die beste) befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingesetzt, alle anderen werden für einen weiteren Versuch oder ein weiteres Kind eingefroren. Manchmal muss man auch alle entnommenen Eizellen einfrieren und für einen späteren „Kryo-Versuch“ aufheben, vor allem dann, wenn eine so genannte Überstimulation entstanden ist, welche vordringlich behandelt werden muss.
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Schlüpfhilfe - Assisted Hatching
Die Eizelle bzw. der frühe Embryo sind von der ca. 0,1 µm (1/100mm) dicken Zona pellucida (eiweißhaltige Hülle) umgeben. Das sogenannte „Embryo-hatching“, bei dem der Embryo diese Hülle verlässt, ist eine wichtige Voraussetzung, um sich in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) einnisten zu können.
Altersabhängig bzw. bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. Endometriose) sowie bei kryokonservierten Embryonen kann diese Eihülle verhärtet sein, und somit – trotz möglicherweise guter Embryoqualiät - keine Schwangerschaft eintreten.
Nach unterschiedlichen Techniken zur „Schlüpfhilfe“ (z.B. chemisch mittels Säureätzung, oder mechanisch) wird nun der gut reproduzierbare Ergebnisse bringende Laser verwendet. Damit wird nichtinvasiv, berührungs- und somit auch kontaminationslos und ungefährlich für die genetische Information des Embryos ein Laserpuls unter dem Mikroskop an die gewünschte Stelle der Eihülle gesetzt und diese damit „eingeritzt“, was zu einer besseren „Haftung“ an der Gebärmutterschleimhaut führen und damit die Schwangerschaftsrate erhöhen soll.


































