Was unsere Patienten sagen
Gütesiegel des Theodor-Billroth-Preis 2019 für neue Studie aus Wien
Am 9. Dezember 2019 erhielt ich das Gütesiegel des Theodor-Billroth-Preis 2019 der Wiener Ärztekammer für die Studie „Intrauterine Wachstumsverzögerung in der Spätschwangerschaft nach maternalem Magenbypass“, die ich federführend gemeinsam mit der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der Medizinischen Universität Wien heuer herausgegeben habe. Die Studie belegt, dass schwangere Magenbypass-Patientinnen ihren ungeborenen Kindern nicht ausreichend Nahrung zuführen können. Durch die Umleitung der Nahrung, bzw. die Aufspaltung der einzelnen Nahrungsbestandteile, kommt es zu einem chronischen Nährstoffmangel sowie wiederholt erniedrigten Blutzuckerwerten, welche sich direkt auf das kindliche Wachstum auswirken.Es ist eine große Ehre für mich und ich bedanke mich bei den Co-Autoren für die produktive Zusammenarbeit. Der Preis bestätigt mich darin, intensiv die wissenschaftliche Forschung unter anderem an unserem Wunschbaby Institut voranzutreiben, damit wir immer bessere Resultate für unsere PatientInnen erreichen können.Das Wunschbaby Institut Feichtinger senkt dank Gentest Fehlgeburtenrisiko um 50%
Eine Fehlgeburt, unabhängig in welchem Stadium, ist immer ein großes emotionales Trauma und auch heute noch gesellschaftlich Tabu. In einer Studie aus dem Jahr 2017 konnten wir zeigen, dass über 80% aller Fehlgeburten genetische Abweichungen aufzeigen (Feichtinger M. et. al; 2017, Fertil Steril). Durch eine Testung der Eizelle (sog. Polkörperanalyse) bzw. des Embryos (sog. Trophektodermbiopsie) vor dem Einsetzen in die Gebärmutter im Rahmen einer künstlichen Befruchtung, kann das Risiko einer Fehlgeburt um mehr als 50% reduziert werden. Diese Testungen sind in Österreich gesetzlich seit 2015 erlaubt. Das Wunschbaby Institut Feichtinger konnte hier als eine der ersten Gruppen weltweit die starke Abnahme von Fehlgeburten nach Polkörperanalyse nachweisen (Feichtinger M. et. al; 2015, PLoS One). Gerade ab einem Alter von Mitte Dreißig, wenn das Risiko für eine Fehlgeburt altersbedingt stark zunimmt wird deshalb eine solche Untersuchung empfohlen. Auch wenn die Kosten von rund 2500€ nicht von den meisten Versicherungsträgern übernommen werden, lassen zahlreiche Paare diese Untersuchung aufgrund der hohen Effektivität durchführen. Auch die genetische Testung der Eltern im Falle einer ungewollten Kinderlosigkeit bzw. wenn bereits Fehlgeburten stattgefunden haben, ist durchaus sinnvoll und kann in diesen Fällen in bis zu 10% Auffälligkeiten feststellen und ermöglicht weiters das gezielte suchen am Embryo.Die Studie im Original:The high abortion cost of human reproduction
William Richard Rice
bioRxiv 372193; doi: https://doi.org/10.1101/372193
Auf dem Weg zum Leben: Die Bedeutung der Gebärmutterschleimhaut für die Fruchtbarkeit
Sie spielt eine entscheidende Rolle im komplexen Prozess der Empfängnis und Schwangerschaft. Daher ist die Gesundheit der Schleimhaut von zentraler Bedeutung auf dem Weg zu einem erfüllten Kinderwunsch. Das Endometrium ist ein dynamisches Gewebe, das sich im Verlauf des Menstruationszyklus verändert. Unter dem Einfluss von Hormonen, insbesondere Östrogen, verdickt sich die Schleimhaut, um optimale Bedingungen für die Einnistung einer befruchteten Eizelle zu schaffen.Nach erfolgreicher Befruchtung der Eizelle übernimmt die Schleimhaut die Rolle eines unterstützenden Nährbodens, gesteuert durch das Hormon Progesteron. Dies ermöglicht eine aufnahmefähige Umgebung für den Embryo und erhält die Schwangerschaft aufrecht. Ausreichende Progesteronwerte verhindern dabei das Abbluten der Schleimhaut.Die Schleimhaut durchläuft zyklische Veränderungen, von der Menstruation über den Aufbau (Proliferationsphase) bis zur Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft (Sekretionsphase). Diese präzise abgestimmten Veränderungen sind essenziell für den Fortpflanzungsprozess. Untersuchungen der Gebärmutterschleimhaut ermöglichen wertvolle Einblicke in potenzielle Fruchtbarkeitsprobleme. Der Ultraschall bietet dabei die einfachste Möglichkeit, Dicke und Struktur der Schleimhaut zu beurteilen.Eine direkte Schleimhautuntersuchung mittels Biopsie liefert zusätzliche Informationen. Sie ermöglicht die Bestimmung von besiedelnden Bakterien, die die Einnistung beeinträchtigen könnten, sowie eine mikroskopische Analyse des Gewebes, die Aufschluss über mögliche Reifungsstörungen oder Entzündungszellen gibt.Die Bestimmung von Genexpressionsmustern als Hinweis auf das Einnistungsfenster ist ebenfalls möglich. Allerdings fehlt derzeit noch der wissenschaftliche Nachweis, dass diese Untersuchung zu verbesserten Schwangerschaftsraten führt, weshalb wir diese nicht uneingeschränkt empfehlen können.Kinderwunsch & erste Anzeichen einer Schwangerschaft
Vom Einfluss der Hormone wie HCG, Östrogen und Progesteron bis hin zu Müdigkeit, Übelkeit und Bauchschmerzen – erfahren Sie, welche Veränderungen im Körper passieren und warum sie auftreten. Besonders spannend für alle in der Kinderwunschphase oder nach einer IVF-Behandlung!Das war unsere Wunschbaby Familienfeier.















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Hodenpunktion
Wann und wie wird eine Hodenpunktion durchgeführt?
Indikation
Sind im Ejakulat keine Samenzellen nachweisbar (Azoospermie), kann versucht werden, mittels PESA (percutane Samenaspiration) oder offener Hodenbiopsie befruchtungsfähige Spermien zu gewinnen.
Mit den - oft nur wenigen - erhaltenen Samenzellen oder deren Vorläuferzellen kann die Befruchtung der Eizellen ausschließlich mit der ICSI-Methode durchgeführt werden.