Was unsere Patienten sagen
Was hat Joghurt mit einer gesunden Scheidenflora zu tun?
Doch was viele nicht wissen: Joghurt spielt in diesem Zusammenhang eine unerwartete Rolle – zumindest auf den ersten Blick. Doch was ist wirklich dran an der Idee, dass Joghurt bei vaginalem Ungleichgewicht helfen kann?Die Scheidenflora – ein empfindliches Ökosystem
Die Scheidenflora besteht überwiegend aus sogenannten Milchsäurebakterien, auch Lactobazillen genannt. Diese kleinen Helfer sorgen für ein saures Milieu in der Vagina, was essenziell ist, um krankheitserregende Keime in Schach zu halten. Gerät dieses Gleichgewicht aus dem Lot – etwa durch Stress, Antibiotika, hormonelle Schwankungen oder falsche Intimhygiene – können sich Pilze oder schädliche Bakterien leichter ausbreiten.Joghurt als Hausmittel?
Da Naturjoghurt ebenfalls Milchsäurebakterien enthält, liegt die Idee nahe, dass er helfen könnte, eine gestörte Scheidenflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Insbesondere bei ersten Anzeichen von Reizungen oder leichten Infektionen setzen manche Frauen auf dieses altbewährte Hausmittel – sei es durch den Verzehr oder (vorsichtiger!) durch äußere Anwendung.Der Haken an der Sache
So einfach ist es leider nicht. Nicht jeder Joghurt enthält die „richtigen“ Milchsäurebakterien die auch tatsächlich in der vaginalen Flora vorkommen. Außerdem ist die Hygiene bei DIY-Anwendungen wie dem Einführen von Joghurt in die Vagina ein großes Problem. Im schlimmsten Fall kann dies sogar das Gegenteil bewirken – eine bestehende Infektion verschlimmern oder neue Keime einbringen.Die bessere Alternative: Medizinische Probiotika
Statt auf fragwürdige Hausmittel zu setzen, empfehlen Gynäkolog*innen medizinisch geprüfte Probiotika – etwa in Form von Vaginalzäpfchen oder Kapseln. Diese enthalten genau die Lactobazillenstämme, die die Scheidenflora gezielt unterstützen können – sicher, wirksam und unter hygienischen Bedingungen hergestellt.Auch wenn Joghurt ein spannendes Lebensmittel mit vielen gesundheitlichen Vorteilen ist: Für die Intimgesundheit sollte man sich lieber auf medizinisch geprüfte Produkte verlassen. Sie sind gezielter, sicherer und effektiver – und die Scheidenflora wird es dir danken.Kann ich schwanger werden auch wenn ich keine Periode bekomme?
Zunächst muss man in diesem Fall unbedingt an eine spontan eingetretene Schwangerschaft denken, denn diese ist einer der häufigsten Gründe für ein Ausbleiben der Regel. Wurde eine Schwangerschaft klar ausgeschlossen (durch zumindest einen Harn- oder besser noch Bluttest), können andere, vorwiegend hormonelle Ursachen abgeklärt werden:1.) Es gibt die so genannte hypo-gonadotrope Amenorrhoe, das heißt, dass jene Hormone der Gehirnanhangsdrüse, welche die Eierstöcke stimulieren sollen zu wenig ausgeschüttet werden. Es handelt sich sowohl um das luteinisierende Hormon (LH), als auch um das follikelstimulierende Hormon FSH. 2.) Die oben genannten Hormone können auch durchaus im Normalbereich sein, es fehlt dann aber ein gewisses Muster der Ausschüttung in Form von bestimmten Pulsen.Diese beiden Formen des Ausbleibens der Regel können relativ leicht durch Hormongaben in Form von Injektionen (Präparate mit FSH oder FSH und LH) oder Tabletten behandelt werden. Diese führen zur Eireifung und zum Eisprung und 14 Tage später, im Fall dass nicht sogleich eine Schwangerschaft eintritt, zur Regelblutung.3.) Auch ein erhöhter Prolaktin-Wert kann zum Regelausfall führen: das Prolaktin ist ja das milchbildende Hormon ab der Geburt; es ist auch ein Stresshormon, denn: Kind schreit, Stress, Milch kommt. Nun gibt es aber auch Frauen, welche eben nicht gerade ein Kind geboren haben und trotzdem - nämlich stressbedingt-einen erhöhten Prolaktin-Spiegel haben. Hier kann mit so genannten Prolaktinsenkern geholfen werden (das sind Präparate in Tablettenform). Bei dieser stressbedingten Amenorrhoe kann aber auch die Schilddrüse ursächlich sein, daher empfiehlt es sich auf jeden Fall auch die Schilddrüse untersuchen zu lassen, am besten beim Schilddrüsen-Spezialisten. Eine Unterfunktion oder schwankende Werte der Schilddrüse können dann gegebenenfalls mit Gaben von Schilddrüsenhormonen in Tablettenform behandelt werden, meist bessert sich dann auch der Prolaktinwert und der Zyklus stabilisiert sich.Es ist wohl wichtig noch zu sagen, dass bei allen diesen stressbedingten Regelstörungen natürlich die Verminderung der Ursachen, also Stressvermeidung, aber dazu auch eine Psychotherapie, vor allem die Entspannungstherapie sehr gute Dienste leisten.4.) Schlechter sind die Aussichten bei der so genannten hyper-gonadotropen Amenorrhoe. Dies bedeutet, dass die Hormone FSH und LH über die Norm erhöht sind, was auf den Eintritt der Wechseljahre hindeutet, bei jüngeren Frauen auch vorzeitiger Wechsel genannt. Die Behandlungsmöglichkeiten sind hier - je nach Alter - sehr limitiert. Die Frage, was man noch tun kann, wurde hier schon oft gestellt und ausführlich beantwortet, darum soll hier nicht weiter darauf eingegangen werden.5.) Eine Sonderform stellt das Ausbleiben der Regel beim so genannten polizystischen Ovarsyndrom dar. Hier sind die anatomischen und funktionellen Gegebenheiten ursächlich für das Ausbleiben der Regel. Die Eierstöcke verursachen einen erhöhten Wert des Hormons LH, dieses übersteigt das follikelstimulierende Hormon FSH und keines der vielen vorhandenen Eibläschen kann zum Eisprung kommen. Auch hier muss man den Eierstöcken Hormone zuführen, aber Achtung: nur mit Präparaten, welche das FSH erhöhen, also reine FSH Injektionen. Zusätzlich kann das LH mit so genannten Antagonisten unterdrückt werden. Dabei sollte aber jeder Patientin klar sein, dass diese Stimulation bei den vielen vorhandenen Eibläschen oft zu Mehrfach-Ovulationen führt. In diesem Fall müssen Sie sehr damit rechnen, dass eine In vitro Fertilisation gemacht werden muss, wo alle Eizellen entnommen werden. Es wird dann nur eine (die beste) befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingesetzt, alle anderen werden für einen weiteren Versuch oder ein weiteres Kind eingefroren. Manchmal muss man auch alle entnommenen Eizellen einfrieren und für einen späteren „Kryo-Versuch“ aufheben, vor allem dann, wenn eine so genannte Überstimulation entstanden ist, welche vordringlich behandelt werden muss.
Sehr wohl & verstanden gefühlt.
Gesamtes Personal sehr freundlich, verständnisvoll und fürsorglich. Sehr charmante und familiäre Umgebung. TOP Kompetenz.Danke für die Erfüllung unseres größten Wunsches!
B. und C. S.
Geschlechtskrankheiten haben Auswirkung auf die Fruchtbarkeit
Innerhalb der letzten 10 Jahre kam es in Europa zu einem starken Anstieg von Geschlechtskrankheiten wie die ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) berichtete. Expert*innen vermuten die Ursache in einem geringeren Bewusstsein der jungen Generation ob der Risiken, die mit Geschlechtskrankheiten einhergehen und einem damit verbundenen Risikoverhalten. „Safer sex“ wird immer seltener praktiziert, da selbst Erkrankungen wie HIV durch die Fortschritte der modernen Medizin für viele den Schrecken verloren haben. Dieser Trend wird vielerorts mit großer Sorge beobachtet, denn eine Vielzahl von sexuell übertragbaren Krankheiten kann sich auch langfristig auf die Gesundheit junger Menschen auswirken. Etliche sexuell übertragbare Erkrankungen können sich vor allem auf die langfristige Fruchtbarkeit von jungen Männern und Frauen auswirken und im schlimmsten Falle zu einer bleibenden Unfruchtbarkeit führen. Die am häufigsten diagnostizierte sexuell übertragbare Infektionen können mit Chlamydien bei Frauen zu einem irreversiblen Verschluss der Eileiter und bei Männern zu einem Verschluss der Samenleiter führen. Somit können bei diesen Männern keine Samenzellen im Ejakulat gefunden werden und sie sind dauerhaft unfruchtbar. Auch die Gonorrhoe (Tripper) kann einen ähnlichen Effekt haben.Die akuten Beschwerden dieser Erkrankungen können zwar mit einem Antibiotikum behoben werden, es bleiben jedoch langfristige Schäden, denen sich Betroffene oftmals nicht bewusst sind. Auch vermeintlich harmlose Bakterien wie Mykoplasmen, Ureaplasmen und Trichomonaden welche wir regelmäßig in Abstrichen aus der Scheiden oder Samenflüssigkeit diagnostizieren können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.Gegen die meisten sexuell übertragbaren Erreger hilft nur das Abschirmen mittels Kondom. Lediglich gegen die HPV-Viren, welche sich sowohl bei der Frau als auch beim Mann auch auf die Fruchtbarkeit auswirken können gibt es eine Impfung. Da diese Impfung nicht nur gegen eine mögliche Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, sondern auch vor allem gegen Krebs und Feigwarzen schützt würde ich diese jeder jungen Frau und jedem jungen Mann empfehlen. Der Experte appelliert diesbezüglich zu einer verstärkten Bewusstseinsbildung vor allem auch an den Schulen. Mir ist es ein besonderes Anliegen hierbei Aufklärungsarbeit zu leisten, da sich eine einmalige Unvorsichtigkeit langfristig zu einem Albtraum entwickeln kann und für die Betroffenen oftmals zahlreiche medizinische Behandlungen und künstlichen Befruchtungen zur Folge hat.Lesen Sie mehr

ICSI – Intracytoplasmic Sperm Injection
In contrast to IVF, a single sperm is selected from the semen sample and directly injected into the egg cell.

Indication
Intracytoplasmic sperm injection is indicated when the cause of unwanted childlessness is due to poor sperm quality or quantity. If the total amount of sperm is too low, the mobility of the sperm is sperm is limited, and/or the total number of malformed sperm is increased, then “natural” fertilization is nearly impossible. Therefore, fertilization may be facilitated with the help of a single microinjection.
Success rates
The rate of getting pregnant with the help of ICSI is about 30-40% per cycle, depending on the age of the couple, the hormonal balance at the start of treatment, if any underlying illnesses are present (such as stress, nicotine use, being overweight, indulging in excessive alcohol consumption, etc.)
Procedure
A treatment with IVF or ICSI almost always takes place (with very few exceptions) after hormonal stimulation of the ovaries. The goal of hormonal treatment is to stimulate the maturation of more follicles in both ovaries; this increases the chance of obtaining vital, potentially fertile egg cells during the follicular puncture.
A preparatory phase (“down-regulation”) is needed to prepare the body for the actual stimulation by suppressing the body's own hormone production or release. This so-called "down-regulation" can take place either by applying daily injections under the skin (subcutaneous) or through oral intake of certain medications. This preparatory phase helps make controlling the stimulation phase much easier.
FSH (follicle-stimulating hormone) and LH (luteinizing hormone) are used in their pure hormonal forms or combined for the subsequent stimulation of the ovaries. Throughout the hormonal treatment, a specific dose (dependent on weight, age, etc.) is administered daily at the same time every day through subcutaneous injections.
The use of these medications and how they are applied will be explained in detail when starting treatment. The injection of these medications will be demonstrated so that patients and/or their partners can inject themselves daily, so that daily visits to the doctor are not necessary.
The number of follicles, the course of their growth, and the development of the uterine lining will be closely observed per ultrasound. Once the follicles reach a certain size, ovulation will be triggered using the hormone hCG (human chorionic gonadotropin). This technique helps determine the optimal time for egg cell retrieval—namely, shortly before ovulation.
The follicular puncture
The egg cells are removed through transvaginal extraction (through the vagina) under ultrasound guidance 36 hours after the application of the “ovulation stimulating shot”. A needle is first used to focus the follicles under ultrasound guidance, and then to puncture and collect the follicular fluid containing the egg cells (oocytes).
Afterward, the egg cells are separated from the follicular fluid microscopically and transferred to a special culture medium and placed in an incubator at 37°C.
On average, the follicular puncture only lasts 5-15 minutes, depending on the number of follicles. To make the procedure more comfortable, our patients receive a combination of sleep and pain medication. The follicular puncture is performed on an outpatient basis, and a post-procedural 1-2-hour observational period in our relaxation rooms is necessary afterward.
The semen collection
The semen is obtained on the day of the follicular puncture through masturbation, after 2-3 days of abstinence (no ejaculation). This is sometimes difficult, especially when “ordered” to do so, or due to stress/time pressure. Therefore, in seldom circumstances, it is also possible to bring the semen sample from home. It should be noted, however, that the period between semen collection and delivery of the sample to the institute cannot exceed two hours.
Fertilization: treatment with ICSI
The egg cells obtained during the follicular puncture are fertilized on the same day as their retrieval. The idea behind treatment with ICSI is a microscopically assisted “imitation” of the natural fertilization process: the egg cells are held in place under the microscope using a glass pipette, and a single sperm is inserted directly into each egg cell. The next day, the egg cells are brought back under the microscope to asses if any of the egg cells show signs of successful fertilization (for example, if two pronuclei and two polar bodies are present).
The embryo transfer
2-5 days after fertilization, the embryo is brought into the uterus using a thin, flexible plastic tube (catheter) under ultrasound guidance. Which day the embryo transfer will take place on is dependent on the number of fertilized eggs. If 1-4 egg cells are successfully fertilized, then they are usually transferred to the uterus 2-3 days after the follicular puncture. During the 2-3 days, the embryos are assessed daily regarding their development (cell division) and other specific requirements, such as cell division rates and consistency of cell division. The embryos with the best quality are selected for transfer.
If there are five or more embryos, then the transfer is performed five days after fertilization, which is referred to as a blastocyst transfer. A blastocyst is the furthest stage of development that can take place outside of the human body. If more than five embryos of top-quality are available for transfer, then these can be frozen.
The transfer of the embryos into the uterus only lasts a few minutes and is usually painless. We advise our patients to relax in our relaxation rooms for 20-30 minutes afterward.
Assisted Laser Hatching (ALH)
The egg cell and the embryo are surrounded by a solid shell, the so-called zona pellucida. When the embryo reaches the blastocyst stage, it must hatch out of this shell in order to implant itself in the uterus. Sometimes, however, this sheath is "hardened" or thicker than average, which makes implantation more difficult or even impossible. When this happens, the incision of the zona pellucida using a laser makes it easier/possible for the growing embryo to "hatch" and thus implant itself into the uterine lining.
Nidation phase (Implantation phase, Luteal Phase)
With the follicular puncture begins the second half of the menstrual cycle, the so-called luteal phase. Throughout this phase, the hormones produced by the corpus luteum are supported using medication, to ensure that the endometrium is optimally prepared for the implantation of the embryo. The medication used in the luteal phase can be applied as intramuscular depot injections, taken orally, or through vaginal suppositories.
The earliest that a pregnancy can be determined is through the detection of the pregnancy hormone hCG in the blood or urine two weeks after fertilization of the oocytes. If the pregnancy test result is positive, support of the luteal phase is continued until the 12th week of pregnancy.
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