Kinderwunsch - Ursachen und Methoden

Was die genetische Diagnostik im Kinderwunsch bringt

Das Wunschbaby Institut Feichtinger (WIF) - einer der Vorreiter der genetischen Diagnostik in der In Vitro Fertilisation ( IVF, künstliche Befruchtung)  in Europa - kann nun erstmals auf Ergebnisse von mehr als 150 Zyklen mit der modernsten, in Österreich erlaubten genetischen Diagnostik „CGH“ (Comparative Genomic Hybridization) der Polkörper einer befruchteten Eizelle zurückgreifen und untersuchen, welchen Nutzen die Genetik für Kinderwunschpatienten hatte.

 

Dabei haben wir zwei wesentliche Vorteile für unsere Patientinnen entdeckt:

  • Höhere Schwangerschaftsraten ab einem Alter von 39 Jahren
  • Weniger frühe Fehlgeburten

Höhere Schwangerschaftsraten ab 39 Jahren

Die erste Erkenntnis war, dass in allen Altersgruppen über 39 Jahren die erzielten Schwangerschaftsraten deutlich besser mit CGH war als ohne. Die vorliegende Graphik zeigt den Vergleich der Schwangerschaftsraten bei Patientinnen mit Durchführung einer genetischen CGH Untersuchung und Patientinnen, die bereits mindestens einen vergeblichen IVF-Versuch hinter sich hatten, jedoch keine  genetische Analyse durchführen ließen.

Weniger frühe Fehlgeburten

Wir konnten außerdem feststellen, dass uns die Erkenntnisse aus genetischen Untersuchungen helfen, die Fehlgeburtenraten fast altersunabhängig bis zur 8. Woche zu minimieren. Bei beinahe allen Patientinnen, bei denen die Chromosomen der Patientin und deren Partner richtig verteilt sind sowie Genetik des Polkörpers intakt war, lag in der 8. Schwangerschaftswoche eine intakte Schwangerschaft (positive kindliche Herzaktion im Ultraschall) vor. Damit zeigt sich eine Verminderung der frühen Fehlgeburten im Vergleich mit Paaren, bei denen keine CGH durchgeführt worden war.

Warum die Genetik bei Kinderwunschpatienten funktioniert

Genetische Untersuchungen werden in der Reproduktionsmedizin immer wichtiger, weil der Wunsch und passende Zeitpunkt, Kinder zu bekommen, bei vielen Frauen zunehmend in einem späteren Lebensabschnitt stattfindet.

 

Mit zunehmenden Alter der Frau ist jedoch die Anzahl an Eizellen, die genetische Fehler aufweisen, deutlich höher als viele erwarten würden: So findet man in etwa 50% aller Eizellen von Frauen mit 35 Jahren Chromosomenstörungen, bei Frauen mit 40 Jahren schon in etwa 70% aller Eizellen.

 

Die modernste, in Österreich erlaubte Form der genetischen Diagnostik im Rahmen einer IVF-Behandlung setzt sich aus 2 Komponenten zusammen: der Karyogrammuntersuchung und der CGH. Mittels Karyogramm werden die genetischen Anlagen aus dem Blut der Patientin und ihres Partners sichtbar gemacht. Die CGH ermöglicht, die nach der Befruchtung der Eizellen gewonnenen Polkörper zu untersuchen. Ein Polkörper ist dabei gewissermaßen ein Abfallprodukt der Eizelle, dessen genetische Zusammensetzung Rückschluss auf das Erbmaterial in der Eizelle erlaubt. Die Eizelle selbst bleibt dabei völlig unversehrt.

Zusammenfassung

Zusammengefasst ist die Untersuchung der Polkörper mit CGH im Rahmen einer IVF im Besonderen für folgende Patientengruppen zu empfehlen:

  • Frauen ab dem etwa 39. Lebensjahr. 
  • Paare, die bereits mehrere vergebliche IVF-Versuche hinter sich haben
  • bei Abortus habitualis (wiederkeherende Fehlgeburten)
  • bei verändertem Karyogramm (die Karyogrammuntersuchung beider Partner ist unabdingbar vor einer Polkörper-Diagnostik=PKD)

Kostenloser Infoabend

Am 10.01.2017 um 17:30 Uhr findet im Wunschbaby Institut Feichtinger ein kostenloser Infoabend zum Thema Kinderwunsch für alle Interessierten statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, unverbindlich und dient lediglich Ihrer persönlichen Information, um Voranmeldung wird gebeten!

Wunschbaby Institut Feichtinger
Lainzer Straße 6, 1130 Wien

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