Licht ins Dunkel bei IVF & ICSI: Behandlungsmöglichkeiten bei unerfülltem Kinderwunsch

Noch immer gibt es viel Tuschelei und Gerüchte rund um das Thema Reproduktionsmedizin. Prof. Dr. Wilfried Feichtinger vom WIF, Wunschbabyinstitut Wien, und sein Team räumen auf mit Vorurteilen & Co. – mit Einfühlungsvermögen und professionellem medizinischem Know-How.


Künstliche Befruchtung. Kinder aus dem Reagenzglas. Retortenbaby. Wenn es um Wunschbabys geht, ist die Wortwahl oft ebenso ernüchternd wie so manch Kommentar, den Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ungefragt zu hören kriegen. Zweifellos ist der sogenannte „natürliche Weg“ ein Baby zu bekommen für jede Frau und jeden Mann die erste Wahl. Aber leider führt dieser Weg nicht immer ans Ziel. Die moderne Medizin erleichtert es auch Paaren mit schwierigen gesundheitlichen Voraussetzungen sich den Traum vom Kinderglück zu erfüllen. Merke: Die perfekten Eltern zeichnen sich nicht dadurch aus, dass oder wie sie schwanger werden. Es geht vielmehr darum den kleinen Menschen Liebe und Zuwendung zu geben, wenn sie auf der Welt sind.

Die 3 Joker in der Reproduktionsmedizin: Insemination, IVF und ICSI

„Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten einer Schwangerschaft künstlich nachzuhelfen“, sagt Prof. Dr. Wilfried Feichtinger, Gründer des Wunschbabyinstituts in Wien Hietzing. Insemination, In-Vitro-Fertilisation (IVF) und Mikroinjektion (ICSI), eine spezielle Form der IVF. Bei der Insemination erfolgt die künstliche Befruchtung innerhalb des Körpers, bei der IVF und ICSI dagegen außerhalb des Körpers, im Reagenzglas. Daher stammt auch der Name: „in vitro“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „im Glas“.
Die unkomplizierteste Methode ist die Insemination. „Inseminiert wird meist bei verminderter Fruchtbarkeit des Samens; etwa durch zu wenige oder zu wenig bewegliche Spermien“, sagt Prof. Dr. Feichtinger. Sinn der Methode: Den Samenzellen soll zum optimalen Zeitpunkt der Weg zur Eizelle verkürzt bzw. erleichtert werden. Um die Konzentration der beweglichen und fruchtbaren Spermien zu erhöhen, wird der Samen vor der Insemination in einem speziellen Verfahren aufbereitet.

Der somit verbesserte Samen wird dann mit einem Katheter in die Gebärmutter (intrauterine Insemination), in den Eileiter (intratubare Insemination), in den Gebärmutterhals (intrazervikale Insemination) oder direkt vor den Muttermund (Kappeninsemination) transportiert, um die Befruchtung zu vereinfachen.

Schlagwort: IVF

Die In-Vitro-Fertilisation ist die wichtigste Behandlungsform bei Kinderwunsch und gehört im WIF zum Standardprogramm. Prof. Dr. Feichtinger: „Bei dieser Methode entnimmt der Arzt nach einer medikamentösen hormonellen Stimulation der Frau mehrere Eizellen in einer kurzen Narkose; parallel werden die männlichen Spermien aufbereitet.“ Ein Zuviel an entnommenen Eizellen kann eingefroren und für eine weitere IVF verwendet werden. Im Anschluss finden Spermien und Eizellen in einer Schale mit Nährlösung zueinander und wandern für 24 Stunden in einen Wärmeschrank. „Normalerweise werden bei dem Prozess nicht alle Eizellen befruchtet“, sagt der Arzt. Rund zwei Tage nach der Befruchtung werden die sogenannten Präimplantations-Embryonen – das sind Embryonen noch vor der Einnistung im Reagenzglas – in die Gebärmutter übertragen. Prof. Dr. Feichtinger: „Meist überträgt man einen oder zwei dieser Embryonen; ab einem Alter der Frau von über 40 Jahren können aber auch drei eingesetzt werden.“


IVF ist die ideale Behandlungsform für Paare, bei denen eine organische Störung für die Kinderlosigkeit verantwortlich ist. „Viele Frauen haben funktionsfähige Eierstöcke, aber die Eileiter sind – etwa durch frühere Entzündungen oder Vernarbung – in ihrer Funktion eingeschränkt“, erklärt Prof. Dr. Feichtinger.

Die Erfolgschancen: Pro Behandlungszyklus kann eine Schwangerschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 50 Prozent erwartet werden, wenn die Frau unter 30 Jahre ist. Bei einem Alter von 35 bis 40 sinkt die Wahrscheinlichkeit kontinuierlich bis auf etwa 20 Prozent pro Versuch ab. Prof. Dr. Feichtinger: „Spricht eine 40jährige Patientin aber auf eine Stimulation der Eierstöcke so an wie eine 30jährige, sind ihre Chancen auf eine Schwangerschaft so gut wie bei der jüngeren Frau und umgekehrt.“ Studien zufolge liegen die Erfolgschancen gut: Bei 70 Prozent der behandelten Paare tritt nach maximal sechs IVF- Versuchen eine Schwangerschaft ein. Die Kehrseite der Medaille ist für viele Paare mit Kinderwunsch aber auch ein Grund zur Freude: „Wenn zwei oder drei Embryonen eingesetzt werden, ist eine Mehrlingsschwangerschaft möglich“, sagt Prof. Dr. Feichtinger.

Bei jeder fünften Schwangerschaft ist mit einer Zwillingsschwangerschaft zu rechnen, Drillingsschwangerschaften betragen nur etwa ein Prozent.

James Bonds Geheimwaffe lässt grüßen: Special Effekte mit ICSI

Wenn der Mann nur schlecht bewegliche Spermien produziert, ist ISCI die Methode der Wahl, denn durch den kurzen Weg zur Eizelle haben auch schwächere Krieger eine Chance. „Die Intracytoplasmatische Spermieninjektion ist eine Weiterentwicklung der In-Vitro Befruchtung. Bei diesem Verfahren wird ein Spermium mithilfe spezieller, besonders feiner Hohlnadeln durch die Wand der Eizellen direkt in deren Inneres eingebracht und damit befruchtet“, sagt Prof. Dr. Feichtinger, einer der Pioniere dieser Methode. Auch diese künstliche Befruchtung geschieht außerhalb des Körpers. Das weitere Vorgehen entspricht daher auch dem der normalen IVF; d.h. die befruchteten Eizellen werden nach wenigen Tagen in die Gebärmutter eingesetzt. Die Erfolgschancen sind ähnlich wie bei der IVF.

Stichwort „müde Krieger“: „Über Themen wie Unfruchtbarkeit und IVF wird leider noch immer mit vorgehaltener Hand geredet“, sagt Prof. Dr. Feichtinger: „Im WIF versuchen wir daher aktiv mit Vorurteilen aufzuräumen.“ Eine professionelle Aufklärung ist für den Arzt und sein Team von großer Bedeutung: „Wir untersuchen die Paare genau und finden dann behutsam und gemeinsam die Ursachen für die Kinderlosigkeit, sowie die individuell beste und zielführendste Methode – den persönlichen Weg zum Wunschbaby.“ Das Ergebnis: Gesunde glückliche Babys und strahlende Eltern.


Kostenloser Infoabend

Am 4.10.2017 um 17:30 Uhr findet im Wunschbaby Institut Feichtinger ein kostenloser Infoabend zum Thema Kinderwunsch für alle Interessierten statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, unverbindlich und dient lediglich Ihrer persönlichen Information, um Voranmeldung wird gebeten!

Wunschbaby Institut Feichtinger
Lainzer Straße 6, 1130 Wien

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