Behandlungsablauf - PID an allen Chromosomen


Genetische Polkörperdiagnostik erlaubt Auswahl der für die IVF geeigneten Eizellen.

Bei der PCR-Analyse werden alle 23 Chromosomen untersucht

Die Anzahl von Eizellen, die chromosomale Fehler aufweisen, steigt mit dem Alter der Frau. Chromosomenstörungen findet man in etwa 50% aller Eizellen von Frauen mit 35 Jahren, bei Frauen mit 40 Jahren schon in etwa 70% aller Eizellen. Chromosomenstörungen in den Spermien der Männer nehmen mit dem Alter weit weniger zu und sind daher in der Reproduktionsmedizin von geringerer Bedeutung.
Eizellen mit solchen Chromosomenveränderungen führen aber zu Störungen der Befruchtung, zu Implantationsversagen, zu Fehlgeburten oder auch zur Geburt von Kindern mit Fehlentwicklungen. Im Zuge der künstlichen Befruchtung ist es daher sinnvoll und wünschenswert jene Eizellen auszuwählen, die einen normalen Chromosomensatz aufweisen. Die schonendste Methode, die dafür vewendet werden kann, ist die sogenannte Polkörperdiagnostik.
Bei der Polkörperdiagnostik wird wenige Stunden nach Durchführung der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) die Hülle (Zona pellucida), die die Eizelle umgibt, eröffnet und der 1. und gegebenenfalls 2. Polkörper wird entnommen. Das dafür verwendete Laserlicht schädigt die Erbsubstanz der Eizelle nicht und auch eine Schädigung der Eizelle selbst ist bei sachgemäßer Anwendung ausgeschlossen.

Nach Entnahme werden in den Polkörpern entweder mittels dem genetischen Diagnoseverfahren Fluoreszenz-In-Situ-Hybridiserung (FISH) die Chromosomen 13, 16, 18, 21 und 22 untersucht oder mittels der Polymerasekettenreaktion (PCR) die Verteilung aller Chromosomen (1-22 und X) untersucht. Diese Verfahren erlauben indirekte Rückschlüsse darauf, ob für die untersuchten Chromosomen in der jeweiligen Eizelle eine normale Verteilung oder eine Fehlverteilung vorliegt. Mittels der FISH-Untersuchung besteht die Möglichkeit die häufigsten Chromosomenveränderungen zu erfassen, durch die fehlende Untersuchung der restlichen 17 Chromosomen kann die Eizelle aber nicht vollständig beurteilt werden. Die PCR ermöglicht die numerische Untersuchung aller 23 Chromosomen. Durch das Fehlen der quantitativen Beurteilung können zwar ganz bestimmte Chromosomenveränderungen nicht erkannt werden. Höchstwahrscheinlich kommt es jedoch in diesen Fällen fast immer auch zu anderen Formen der Fehlverteilung, die wiederum erkannt werden würden. Die PCR-Analyse ist allerdings aufwändiger und daher auch teurer als die FISH-Analyse.

Sollten Sie sich für die Präimplantationsdiagnostik im Rahmen ihres Versuches interessieren, bitten wir Sie einen kostenlosen Beratungstermin zu vereinbaren:
Tel.: +43/1/877 77 75-17
e-mail:genetik@wunschbaby.at


Informationsblatt und Einverständniserklärung betreffend Polkörperdiagnostik finden Sie hier.